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Tipps und Infos für Tagespflegepersonen

7. Versicherungen - Krankenversicherung
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Tipps und Infos für Tagespflegepersonen
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Krankenversicherung der Tagesmutter
In der Regel sind Sie als Tagesmutter selbstständig tätig und damit nicht gesetzlich krankenversichert. Sie müssen sich um Ihre Versicherung selbst kümmern. Wenn Sie als Tagesmutter mehr als fünf Kinder betreuen, gehen die Krankenkassen davon aus, dass Sie die Kinderbetreuung als hauptberufliche Erwerbstätigkeit betreiben. Sie können als Selbstständige wählen, ob Sie eine private Krankenversicherung abschließen oder sich selbst freiwillig gesetzlich versichern. Bei einer privaten Krankenversicherung zahlen Sie normalerweise einen festen monatlichen Beitrag, dessen Höhe sich unter anderem nach Ihrem Eintrittsalter und auch nach eventuellen Vorerkrankungen richtet; die Beiträge, die Sie an die gesetzliche Krankenkasse zahlen, berechnen sich nach Ihrem Einkommen. Sie zahlen einen Beitrag von durchschnittlich etwa 14 % Ihres Einkommens. Allerdings setzen die Krankenkassen hier ein Mindesteinkommen voraus. Als hauptberuflich Selbstständige wird eine Mindesteinnahme von 2073,75 Euro im Monat angesetzt. Das bedeutet, dass Ihr Krankenversicherungsbeitrag mindestens ca. 290 Euro monatlich beträgt.

Niedrigere Beiträge für Nebenberuflich Selbstständige
Wenn Sie nicht mehr als fünf Kinder betreuen oder sogar weniger als 395 Euro monatlich verdienen, gilt für Sie eine andere Beitragsbemessungsgrenze:

1.) Wenn Sie verheiratet sind und Ihr Einkommen nicht mehr als 395 Euro (ab 2014) monatlich beträgt, können Sie in der (gesetzlichen) Versicherung Ihres Partners beitragsfrei mitversichert werden (Familienversicherung).

2.) Bei Tagespflegepersonen, die maximal fünf Kinder betreuen, gilt die Betreuung nicht als hauptberufliche Erwerbstätigkeit – dies wurde den Krankenkassen durch die Änderung des § 10 SGB V (Familienversicherung) durch den Gesetzgeber vorgeschrieben.
Die Regelung lautet nun „Eine hauptberufliche selbständige Tätigkeit im Sinne des Satzes 1 Nr. 4 ist nicht deshalb anzunehmen, weil eine Versicherung nach § 1 Abs. 3 des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte vom 29. Juli 1994 (BGBl. I S. 1890, 1891) besteht. Das Gleiche gilt bis zum 31. Dezember 2013 für eine Tagespflegeperson, die bis zu fünf gleichzeitig anwesende, fremde Kinder in Tagespflege betreut.“ (Siehe auch Externer Link zu:http://www.laufstall.de/pdf/AK_Krankenversicherungen08.pdf Niederschrift über die Besprechung des Arbeitskreises Versicherung und Beiträge der Spitzenverbände der Krankenkassen)
Sie müssen in diesem Fall, wenn Sie sich freiwillig gesetzlich versichern, entsprechend niedrigere und einkommensgerechte Beiträge zahlen. Wenn Sie als nebenberuflich selbstständig eingestuft werden, werden als Mindesteinnahmen 921,67 Euro (2014) vorausgesetzt. Ihr Mindestbeitrag reduziert sich entsprechend: Sie zahlen einen Beitrag von ca. 137 Euro. Sofern Ihr Einkommen diese 921,67 Euro monatlich übersteigt, zahlen Sie anteilig 14,9 % Ihres tatsächlichen Einkommens.

Tipp: Ihre Beiträge zur Krankenversicherung werden seit 2009 zur Hälfte durch die Jugendämter erstattet. Dies ist in § 23 SGB VIII verankert, dem ein 4. Punkt hinzugefügt wurde:
㤠23 (2) Die laufende Geldleistung nach Absatz 1 umfasst
1. die Erstattung angemessener Kosten, die der Tagespflegeperson für den Sachaufwand entstehen,
2. einen Betrag zur Anerkennung ihrer Förderungsleistung nach Maßgabe von Absatz 2a,
3. die Erstattung nachgewiesener Aufwendungen für Beiträge zu einer Unfallversicherung sowie die hälftige Erstattung nachgewiesener Aufwendungen zu einer angemessenen Alterssicherung der Tagespflegeperson und
4. die hälftige Erstattung nachgewiesener Aufwendungen zu einer angemessenen Krankenversicherung und Pflegeversicherung.“


Die Beiträge müssen „angemessen sein und nachgewiesen werden." Die Laufstall-Redaktion hat hierzu das zuständige Bundesministerium befragt; die Antwort lautet:
„Die hälftige Erstattung durch das Jugendamt bezieht sich auf „nachgewiesene Aufwendungen für eine angemessene Krankenversicherung und Pflegeversicherung“ bzw. „zu einer angemessenen Alterssicherung“. Zentral ist also die "Angemessenheit" der gezahlten Beiträge. Bei Beiträgen zur gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung ist stets von einer Angemessenheit auszugehen.
Über die Modalitäten und den Zeitpunkt der Beitragszahlung sollten sich die Tagespflegepersonen möglichst frühzeitig mit ihrer Krankenkasse und der Deutschen Rentenversicherung in Verbindung setzen. Mit diesen dergestalt „nachgewiesenen“ Aufwendungen sollte die Tagespflegeperson sich mit dem zuständigen Jugendamt in Verbindung setzen, um zu gewährleisten, dass die Tagespflegeperson nicht in Vorleistung treten muss.“


Die Zuschüsse zu Kranken- und Pflegeversicherung sind übrigens steuerfrei.