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Tipps und Infos für Tagespflegepersonen

7. Versicherungen - Unfallversicherung
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Gesetzliche Unfallversicherung für Tageskinder

Liegt Ihnen eine Pflegeerlaubnis im Sinne des § 23 SGB VIII Ihres Jugendamtes vor, sind alle darin genehmigten Tagesplätze bei der Landesunfallkasse versichert. In der Regel reicht es, mit Antritt des Betreuungsverhältnisses den Namen des Tageskindes dem Jugendamt mitzuteilen. Für diesen Zweck lässt sich die Tagespflegeperson im Betreuungsvertrag von der Schweigepflicht entbinden. Viele Jugendämter verzichten jedoch auch auf die Angabe der Namen, der Versicherungsschutz besteht aber auch dann.
Entgegen der Auffassung einiger Jugendämter kommen auch jene Kinder in den Genuss der Unfallversicherung, die nicht direkt vom Jugendamt vermittelt und finanziert werden. Laut Erklärung der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand, auf Anfrage von Laufstall.de, ist bereits der Besitz der Pflegeerlaubnis völlig ausreichend, um im Sinne des § 23 SGB VIII als geeignet eingestuft zu sein: Erklärung der DGUV zur gesetzlichen Unfallversicherung von Kindern in Tagespflege
Sie sollten dies unbedingt mit Ihrem Jugendamt klären und sich notfalls schriftlich bestätigen lassen, da die Entscheidung im Einzelfall dem zuständigen Träger obliegt. Es ist daher möglich, dass es in seltenen Fällen zu von der Meinung der DGUV und deren Gremien abweichenden Entscheidungen kommt. Weisen Sie in diesem Fall auf die o.g. Erklärung hin.

Ist für Ihre Betreuungstätigkeit jedoch keine Pflegeerlaubnis erforderlich, weil Sie z.B. ein Kind nur vorübergehend (weniger als 15h / Woche oder nicht länger als drei Monate) betreuen, ist das Kind nicht über die Landesunfallkasse versichert. In diesem Fall müssen die Eltern das Kind privat unfallversichern. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie darauf bestehen und ein Betreuungsverhältnis ablehnen, wenn die Eltern keine Unfallversicherung für ihr Kind abschließen wollen.

Es spricht auch vieles dafür, den Eltern, die ihr Kind in fremde Obhut geben, zu empfehlen, auch dann zusätzlich eine private Unfallversicherung abzuschließen, wenn die gesetzliche Unfallversicherung greift. Eine private Versicherung deckt weitaus mehr Risiken als die gesetzliche Grundsicherung.

Erste-Hilfe-Kurs: Voraussetzung für den Versicherungsschutz?
Wenn Sie von Ihrem Jugendamt oder Ihrer Unfallkasse die Information erhalten, dass es für den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz notwendig ist, den Erste-Hilfe-Kurs regelmäßig aufzufrischen, gibt es dafür folgende Erklärung: Laut § 2 Abs. 1 Nr. 8a SGB VII sind Kinder in Tagespflege nur dann gesetzlich unfallversichert, wenn sie durch eine im Sinne des § 23 SGB VIII geeignete Tagespflegeperson betreut werden. Ist die Auffrischung des Erste-Hilfe-Kurs Voraussetzung dafür, dass die Tagespflegeperson als geeignet betrachtet wird, kann sie dadurch, dass sie die Auffrischungskurse nicht besucht, ihre Eignung verlieren und damit ihre Pflegeerlaubnis. Die (ohne Pflegerlaubnis) weiter betreuten Kinder wären demnach nicht versichert.
Erkundigen Sie sich konkret bei dem für Sie zuständigen Träger, wenn Sie eine solche Information erhalten.

Gesetzliche Unfallversicherung der Tagespflegeperson

Bereits mit der Betreuung von nur einem Tageskind gegen Entgelt sind Sie selbstständig in der Wohlfahrtspflege tätig; und das bedeutet, dass Sie bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) gegen Unfälle pflichtversichert sind. Deshalb: Melden Sie sich unbedingt spätestens eine Woche nach Aufnahme Ihrer Tätigkeit bei der BGW an. Es drohen Ihnen sonst kräftige Nachzahlungen, und im Schadensfall müssen Sie alle Kosten selbst tragen, da die gesetzliche Krankenkasse nicht eintritt.
Sind Sie ordnungsgemäß gemeldet, können Sie, wenn es zum Beispiel während der Betreuung der Tageskinder oder auf einem damit zusammenhängenden Weg (Spielplatzbesuch oder Ausflug) zu einem Unfall kommt, Leistungsansprüche geltend machen. Der Jahresbeitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung betrug 2007 79,38 für die alten Bundesländer und 70,65 für die neuen Bundesländer. Der Beitrag für 2008 wird Ende April 2009 erhoben und steht derzeit noch nicht fest. (Stand 04.04.2009).

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Pappelallee 35/37
22089 Hamburg
Telefon (040) 202 07-0
Externer Email-Link zu:httphttp://www.bgw-online.de

Link zum Externer Link zu:http://www.bgw-online.de/internet/generator/Inhalt/OnlineInhalt/Medientypen/Formular/Anmeldung__von__Tagespflegepersonen__MuB120a,property=pdfDownload.pdf Anmeldeformular zur gesetzlichen Unfallversicherung

Laut § 23 SGB VIII werden Ihnen nachgewiesene Aufwendungen für Beiträge zu Ihrer Unfallversicherung erstattet. Auch hierzu gibt es bei den Jugendämtern unterschiedliche Auffassungen, insbesondere wenn die Tagespflegeperson auch oder nur private Betreuungsverhältnisse abgeschlossen hat.

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Wenn es zu einem Unfall kommt, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um gegebenenfalls Kosten, die durch Spätfolgen eines Unfalls auftreten können, geltend zu machen. Reichen Sie innerhalb von drei Tagen bei der Unfallversicherung eine Unfallanzeige ein. Das entsprechende Formblatt der BGW finden Sie hier: BGW-Unfallanzeige.pdf