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Tipps und Infos für Tagespflegepersonen

4. Tipps für die Praxis - h) Die eigene Homepage
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Tipps und Infos für Tagespflegepersonen
a) Tageskinder finden
b) Erstkontakt
c) Eingewöhnung
d) Vertragliches
e) Ein gutes Betreuungsverhältnis
f) Betreuung im Mietobjekt
g) Die passende Immobilie
h) Die eigene Homepage
i) Kooperationen mit Unternehmen
j. Welchen Fußboden sollte man für das Kinderzimmer wählen?
Mitglieder dürfen gerne individuelle Fragen an das Laufstallteam schicken.
Melden Sie sich hierfür bitte an!
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Das Internet nimmt von Jahr zu Jahr einen höheren Stellenwert ein. Auch wenn es zurzeit nicht unbedingt notwendig ist, mit dem Angebot „Kindertagesbetreuung“ im Netz präsent zu sein, informieren sich immer mehr berufstätige Eltern gern erst einmal bequem am heimischen Rechner über Möglichkeiten der Kinderbetreuung. Und wie präsentieren sich die Tageseltern im Netz?

Auf manchen Seiten geht die Präsentation nicht über die Nennung der Kontaktdaten hinaus, auf anderen wird man förmlich von einer Informationsflut überrollt. Und manchmal stellt man fest, dass man jetzt schon über 20 Minuten auf einer Seite verbringt und sich kein bisschen gelangweilt hat. Was macht diese Websites aus, die man gerne besucht? Und auf denen man mehr Zeit verbringt als geplant?

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Inhalte
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Neben einem guten Layout und einer überschaubaren Struktur geht es vor allem um den Inhalt. Denn nur auf einer Website, die informativ ist, für ihre Besucher einen Nutzwert hat und diese sogar noch unterhält, hält man sich richtig gern auf. Überlegen Sie sich daher im Vorfeld, was für Ihre Zielgruppe – Eltern, die Ihre Website besuchen – interessant und wichtig sein könnte. Die Themen und Inhalte, die wir im Folgenden vorstellen, müssen nicht alle auf eine Website, damit diese „gut“ und „interessant“ ist. Sie sollen nur Anregungen für Ihren eigenen Internetauftritt geben und Ihnen helfen, selbst Ideen zu entwickeln.

Das Wichtigste: Ihre eigene Person
Wecken Sie das Vertrauen der Eltern, indem Sie sich selbst mit Text und einem Bild vorstellen. Statt eines Lebenslaufs kann zum Beispiel eine Art Motivationsschreiben sympathischer wirken nach dem Motto: „Weshalb arbeite ich als Tagespflegeperson, und was macht mir an meiner Arbeit besonders Freude?“ Belegen Sie Ihre fachliche Kompetenz mit Qualifizierungskursen, Fortbildungen, eigenen Kindern, Enkeln ...).

Wenn Sie die Kinder bei sich zu Hause betreuen, können Sie auch Ihre eigene Familie vorstellen – inklusive etwaiger Haustiere. Ein paar Fotos der Familie, von Garten oder Räumlichkeiten wirken einladend. Der „Bobbycar-Fuhrpark“, die Rutsche im Garten oder die Hauskatze auf der Schaukel sind unverfänglichere Motive als die betreuten Kinder. Dies könnte Eltern abschrecken, die nicht wünschen, dass ihr Kind im Internet abgebildet wird. Denn „neue“ Eltern wissen ja nicht, dass Sie sich für jedes Bild eine schriftliche Genehmigung der jeweiligen Eltern eingeholt haben ...

Erläutern Sie in groben Zügen Ihr Erziehungskonzept. Einzelheiten können Sie im persönlichen Gespräch erläutern. Eventuell reicht sogar eine kurze Auflistung, welche pädagogischen Schwerpunkte und Ziele Sie verfolgen, damit Eltern kurz abgleichen können, ob sie grundsätzlich mit Ihrem Erziehungskonzept konform gehen. Sie machen hiermit vor allem deutlich, dass Sie ein Konzept haben und nicht bloß „Kinder hüten“. Und die Eltern erhalten vielleicht einen Anstoß, selbst darüber nachzudenken, ob und welches Erziehungskonzept sie selbst verfolgen.

Ein paar Worte dazu, wie die Eingewöhnung abläuft, wie viel Zeit Sie zum Beispiel dafür einplanen und wie die Eltern die Eingewöhnung begleiten sollten, geben Eltern Sicherheit. Sie gewinnen dadurch eine Vorstellung davon, was passiert, wenn sie ihr Kind vielleicht zum ersten Mal einer für sie noch fremden Person anvertrauen.

Tagesablauf und Alltag
Viele Eltern interessiert, wie der Tagesablauf der Kinder bei Ihnen aussieht: Gibt es ein gemeinsames Frühstück? Geht die Tagespflegeperson mit den Kindern regelmäßig nach draußen? Welche Spiele werden gespielt? Welche Lieder gesungen? Solche Informationen sind auch für Eltern interessant, deren Kinder Sie bereits betreuen. Stellen Sie zum Beispiel einen typischen Tagesablauf mit ungefähren Uhrzeitangaben vor. Sammeln Sie Reime, Lieder oder Klatschspiele in einer Rubrik (Achtung: Liedautor nennen, wenn bekannt!) oder schreiben Sie ganz konkret, welche Spiele Sie mit den Kindern drinnen und draußen spielen.

Als Tagesmutter erlebt man viele auch komische Situationen und vor allem Sprüche der Kleinen. Lassen Sie die Eltern daran Anteil nehmen. Sie können für solche Infos mit Unterhaltungswert entweder eine eigene Rubrik eröffnen oder zum Beispiel die Seiten mit Kindermund-Zitaten schmücken.

Buch-, Spiel- und Basteltipps
Tipps rund um die sinnvolle Beschäftigung mit Kindern zeigen nicht nur Ihre Kompetenz, sondern machen auch Eltern Spaß. Kleinkindgerechte Basteltipps zu unterschiedlichen Jahreszeiten, Bücher, die bei den Kleinsten besonders gut ankommen, Kreis- oder Singspiele, die die Kinder besonders lieben. Denken Sie daran, dass Sie auf diesem Gebiet meist mehr Erfahrung haben werden als die abgebenden Eltern, und lassen Sie diese von Ihrem Wissen profitieren. Das schafft Vertrauen in Ihre Erfahrung.

Betreuungszeiten, Verpflegung, besonderer Service
Welche Bring- und Abholzeiten möglich sind, ist für die meisten Eltern wichtig. Selbst, wenn Sie nur vormittags Betreuung anbieten, schreckt diese Information nur die Eltern ab, die auf jeden Fall eine Ganztagsbetreuung suchen – und diese Eltern könnten Sie in diesem Fall ja auch gar nicht „bedienen“. Die Verpflegung der Kinder ist ein weiterer wichtiger Punkt: Kochen Sie selbst? Bieten Sie eine besondere Verpflegung (zum Beispiel vegetarisch, vollwertig o. Ä.) an? Illustrieren Sie die Verpflegung mit ein, zwei Lieblingsgerichte der Tageskinder. Wenn Sie die Kinder auch zu Hause abholen oder nach Hause bringen können, auf Nachfrage auch Übernachtbetreuung oder Betreuung am Wochenende anbieten, sollten Sie dies ebenfalls erwähnen.

Administratives: Kosten, freie Plätze, Urlaubszeiten ...
Zu den Betreuungskosten müssen Sie sich auf Ihrer Website nicht unbedingt äußern, zumal der Stundensatz ja nach Betreuungsumfang und anderen Faktoren stark schwanken kann. Interessant für die Eltern ist es, wenn Sie auf die Möglichkeit der teilweisen Kostenübernahme durch das Jugendamt hinweisen und direkt. die jeweiligen Ansprechpartner dort nennen. Dies ist ein Service, der konkret zwar nichts mit Ihrer Betreuungsstelle zu tun hat, aber für die Eltern praktisch ist. Und genau darum geht es: einen angenehmen, kompetenten und interessierten Eindruck zu hinterlassen.

Die Angabe, ob zurzeit freie Plätze zur Verfügung stehen, sollten Sie nur dann machen, wenn Sie Ihre Website wirklich regelmäßig aktualisieren. Veraltete Datumsangaben signalisieren eher einen „Verfall“ als Eltern zu begeistern. Wenn Sie mit anderen Tageseltern kooperieren, ist dies auch einen Hinweis wert. Vielleicht unterstützen Sie sich gegenseitig in Urlaubszeiten oder in Notsituationen? Auch diese Information ist für Eltern relevant.

Aktuelles, Referenzen
Wenn in Ihrer Region etwas Neues zur Kindertagespflege passiert, können Sie darüber entsprechend auf Ihrer Homepage informieren. Richten Sie eine Rubrik „Aktuelles“ aber bitte nur dann ein, wenn Sie Ihre Website regelmäßig (mindestens einmal pro Woche) pflegen. Bitten Sie Eltern, deren Kinder Sie bereits betreut haben, um Referenzschreiben und die Erlaubnis, diese (notfalls mit unkenntlich gemachten Namen) auf Ihrer Website zu veröffentlichen. Scannen Sie Urlaubsgrüße oder Ähnliches Ihrer Tageskinder ein und stellen Sie diese als Referenzen online.

Was auch immer Sie auf Ihrer Website vermitteln wollen: Sehen Sie Ihren Internetauftritt als Möglichkeit und Chance, sich von anderen Angeboten abzuheben und sich ganz individuell vorzustellen.

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Navigation, Struktur, Rubriken
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Wenn Sie alle Inhalte gesammelt haben, die Sie auf Ihrer Website unterbringen möchten, gilt es, diese zu sortieren. Versuchen Sie, Themen und Aussagen logisch zusammenzufassen und für diese Zusammenfassungen Bezeichnungen zu finden. Diese Bezeichnungen werden später zu Ihren Rubriken. Wichtig ist, dass Sie diese Bezeichnungen möglichst kurz halten, damit sich Ihr Besucher bei der ersten schnellen Orientierung nicht erst durch lange Sätze lesen muss. Darüber hinaus sollten die Bezeichnungen so konkret und treffend sein, dass daraus hervorgeht, was den Besucher darunter erwartet.

Es gibt für bestimmte Rubriken, die auf fast jeder Website vorkommen, Standardbezeichnungen, die man auch ruhig nutzen sollte. Der Internetuser ist es gewohnt, dass er unter dem Begriff „Kontakt“ die Kontaktdaten des Websitebetreibers findet und dass im „Impressum“ alle rechtlich relevanten Passagen ihren Platz finden. Ob Sie sich selbst unter der Rubrik „Über mich“ oder „Profil“ vorstellen, ist Geschmackssache. Wichtig ist, dass Ihre Besucher nicht erst rätseln müssen, unter welchem Link sich welche Information verbirgt. Nicht nur die Rubriken, sondern auch alle Links sollten mit „sprechenden“ Bezeichnungen versehen sein, die Aufschluss über deren Ziel geben.

Navigationsdesign
Unter Navigationsdesign versteht man nicht die grafische Gestaltung der Website, sondern die durchdachte Anordnung der Rubriken und Links. Denn im Gegensatz zu einem Buch kann eine Website nicht mal eben durchblättert werden, um sich einen Überblick über den Inhalt zu verschaffen. Und genau das möchten Ihre Besucher: Sie wollen schnell überblicken, welche Informationen sie auf Ihrer Website vorfinden werden und ob sich die Zeitinvestition lohnt; und sie wollen schnell die Information finden, nach der sie suchen.

Daher ist das Ziel eines durchdachten Navigationsdesigns schnelle Orientierung und direkten Zugriff auf Informationen zu ermöglichen. Das erreichen Sie dadurch, dass Sie Links und Rubriken übersichtlich anordnen. Wenn Sie mehr als sechs, sieben Rubriken auf der Homepage zur Verfügung stellen, versuchen Sie, diese thematisch zu sortieren. Beispiel: Fassen Sie einerseits Servicelinks wie Kontakt, Impressum, Sitemap, Öffnungszeiten zusammen, und andererseits inhaltliche Links, wie Über mich, Betreuungskonzept, Tagesablauf etc.

Trennen Sie die beiden Themenkomplexe räumlich voneinander. Sie können zum Beispiel eine Navigationsleiste vertikal, die andere horizontal anordnen. Oder Sie finden eine andere Möglichkeit, dass diese sich voneinander unterscheiden. Bieten Sie eine Inhaltsübersicht („Sitemap“) an, wenn das Angebot auf Ihrer Website sehr umfassend und tiefgehend ist. Wenn bestimmte Inhalte nur über mehrere Mausklicks erreicht werden können, bieten Sie durch eine Sitemap eine Abkürzung an. Beispiel: Eltern, deren Kinder Sie schon betreuen, und die öfter Ihre Website besuchen, möchten sich nicht jedes Mal durch das ganze Programm klicken, wenn sie vielleicht nur den neuen Ferienplan für das kommende Jahr ausdrucken wollen.

Ihre Besucher kommen nicht zwangsläufig über die Homepage, also die Einstiegsseite Ihres Internetauftritts. Denken Sie daran, dass Ihre Besucher sich auch orientieren wollen, wenn sie zum Beispiel über die Seite „Mein Betreuungskonzept“ zu Ihnen gelangen. Am einfachsten machen Sie es ihnen, wenn das Navigationsdesign konsistent ist: Das heißt, Menüleisten und Rubriken sollten immer an der gleichen Stelle und im gleichem Design daherkommen.

(Autorin: Ulrike Preuß)