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Tipps und Infos für Tagespflegepersonen

3. Wirtschaftlichkeit - d. Welche Einnahmen müssen Sie unter Berücksichtigung von Steuern und Abgaben mindestens erzielen?
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Tipps und Infos für Tagespflegepersonen
a. Kinderbetreuung als Nachbarschaftshilfe oder Freundschaftsdienst
b. Zahl der maximal betreubaren Kinder prüfen
c. Erzielbarer Betreuungssatz
d. Welche Einnahmen müssen Sie unter Berücksichtigung von Steuern und Abgaben mindestens erzielen?
e. Klären Sie, ob der Gewinn zufrieden stellt
Mitglieder dürfen gerne individuelle Fragen an das Laufstallteam schicken.
Melden Sie sich hierfür bitte an!
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Geht man, vielleicht aus Angst wegen der Kosten kein Tageskind zu bekommen, oder aus Mitleid, weil es sich um eine alleinerziehende Mutter mit wenig Einkommen handelt, mit seinem Honorar zu weit runter, besteht schnell die Gefahr, dass man letztendlich aus eigener Tasche Geld zuschießt. Schnell macht sich aber auch eine gewisse Unzufriedenheit breit, wenn die erbrachte Leistung nicht angemessen entlohnt wird. Man fühlt sich ausgenutzt und gewinnt den Eindruck, dass die verantwortungsvolle Arbeit mit dem Kind von den Eltern nicht so recht ernst genommen wird. Damit sich ein solcher Frust, der sich übrigens auch im Verhalten zum Kind äußern könnte (aber nie sollte), erst gar nicht bei Ihnen einstellen kann, sollten Sie, bevor Sie irgendwelche Inserate schalten und auf Tageskindersuche gehen, einen soliden Businessplan aufstellen, in dem Sie, als ob Sie um ein Geschäftsdarlehen bei einer Bank fragen würden, die festen und laufenden Kosten den zu erwartenden Gewinnen gegenüberstellen.

Berücksichtigen Sie Ihre Investitionen
Beziffern Sie einfach mal alle Anschaffungen, die Sie zur Einrichtung Ihrer Pflegestelle tätigen müssen. Zum Beispiel Reisebettchen, Hochstühle, Laufstall, sonstige Kinderzimmereinrichtung und Renovierung, ein paar Treppengitter und Steckdosensicherungen, der Zaun um den Gartenteich, die Schaukel, der Sandkasten und schließlich Spielzeug für die Grundausstattung. Rechnen Sie dabei ruhig auch zumindest teilweise die Dinge mit ein, die Sie ohnehin auch für die eigenen Kinder angeschafft haben oder anschaffen würden. Sie werden sehen, der Materialverschleiß ist so viel höher als sonst, dass dies durchaus gerechtfertigt ist. Setzen Sie diese Kosten so an, dass sie sich innerhalb weniger Jahre amortisiert haben. Neben etwas höheren Wasser- und vielleicht Stromkosten, könnte es sein, dass z. B. bei der Nutzung von Einmalwindeln Ihre Mülltonnenkapazitäten nicht mehr ausreichen und Sie zusätzliche gebührenpflichtige Müllsäcke beistellen müssen. Diese Kosten müssen Sie als laufende Mehrkosten mit einrechnen.

Sonderkosten müssen versteuert werden
Selbst wenn Sie sich diese Sonderkosten, z. B. auch für Verpflegung, von den Eltern extra bezahlen lassen, müssen diese Zahlungen unbedingt zu ihren Einnahmen hinzugerechnet und voll versteuert werden. Wenn Sie sich also etwa 2,50 pro Mahlzeit von den Eltern zahlen lassen, bleiben davon vielleicht die Hälfte bis maximal 2/3, die Sie tatsächlich für Lebensmittel ausgeben können. Strom und Wasser und sonstige Kosten für die Zubereitung gar nicht mit eingerechnet. Und hier verbirgt sich die Gefahr, dass Sie evtl. zuzahlen, wenn Sie nicht wirklich genau rechnen.

Betriebskosten: Versicherungen, Weiterbildung, Werbung
Kalkulieren Sie auch Ihre Kosten für vorgeschriebene Versicherungen und Weiterbildungskurse (siehe Termine und Veranstaltungen) sowie Fachzeitschriften und Ihre Werbung in Form von Anzeigen, Internetpräsenz, Visitenkarten, Kopien usw. Selbst die Anschaffung und der Betrieb Ihres PCs und Internetanschlusses könnte neben den sonstigen laufenden Telefonkosten rein theoretisch mit in die Bilanz mit aufgenommen werden.
Verteilt man nun diese Kosten (teilweise anteilmäßig) auf ein Jahr und teilt diese durch die überhaupt möglichen Betreuungsstunden und durch die Zahl der genehmigten Betreuungsplätze, entspricht das Ergebnis annähernd dem Stundensatz, der mindestens erzielt werden muss, um wenigstens kostendeckend zu arbeiten. Leider ist die steuerlich absetzbare Betriebskostenpauschale (siehe Finanzplanung) so gering, dass diese Kosten zuzüglich Ihrem eigentlichen Arbeitslohn für die erbrachte Leistung fast zu 100 Prozent von den Eltern aufgebracht werden müssen.

Kalkulieren Sie Zahlungsausfälle ein
Wie jeder Geschäftsmann muss auch eine Tagespflegeperson in ihre Preisgestaltung Zahlungsausfälle durch Urlaub, Krankheit und nicht belegte Betreuungsplätze mit einkalkulieren. Sie müssen sich also überlegen, ob Sie lieber mit den Eltern eine stundenscharfe Abrechnung mit einem Stundensatz vereinbaren, der in seiner Höhe diese Verdienstausfälle auffängt, oder eine monatlich feste Pauschale berechnen, der zwar ein wesentlich geringerer Stundensatz zu Grunde liegt, der aber auch dann in voller Höhe gezahlt wird, wenn z.B. wegen Urlaub, Krankheit oder sonstigen Gründen keine Betreuung stattfindet. (Siehe Pauschalrechner)