Impressum AGB Kontakt Über uns Partner Hilfe
Das Portal für Kindertagespflege
Home
Tagespflegezentrale
Betreuungsstellen-Angebote Betreuungsstellen-Gesuche
Termine & Veranstaltungen
Tipps & Infos
Neues zur Tagespflege
Mit Kindern leben
Mitreden
Mein Laufstall
Mitglied werden
Anmelden
Link: Neues zur Tagespflege

Tipps und Infos für Tagespflegepersonen

5. Finanzplanung - c. Zuschüsse
 title=
Tipps und Infos für Tagespflegepersonen
a. Allgemein
a. Honorar
b. Pflegegeld
c. Zuschüsse
d. Steuern
e. Sozialabgaben
f. Betriebskosten
g. Auslagen
h. Finanzcheck
i. Fragebogen zur steuerlichen Erfassung
j. Angaben zur Sozialversicherung in der Steuererklärung
Mitglieder dürfen gerne individuelle Fragen an das Laufstallteam schicken.
Melden Sie sich hierfür bitte an!
 title=
Folgende Zuschüsse erhalten alle Tageseltern, die durch das Jugendamt gefördert werden:

1. Krankenversicherung
Wenn Sie als Tagespflegeperson durch das Jugendamt gefördert werden, werden Ihnen die Beiträge, die Sie Ihrer Krankenversicherung zahlen, zur Hälfte erstattet. Dies ist seit Inkrafttreten der Kinderförderungsgesetzes am 1. Januar 2009 gesetzlich verankert. Legen Sie Ihrem zuständigen Jugendamt ein entsprechendes Schreiben Ihrer Krankenkasse vor. Das Jugendamt überweist dann normalerweise den hälftigen Beitrag gemeinsam mit den laufenden Geldleistungen.

2. Pflegeversicherung
Auch hier gilt: Wenn Sie Ihrem Jugendamt die Beitragszahlungen zur Pflegeversicherung durch Vorlage eines Schreibens Ihrer Krankenkasse nachweisen, werden Ihnen die Beiträge hälftig erstattet.
Diese Erstattungen durch das Jugendamt sind steuerfrei. Sie werden nicht zur Ihren steuerpflichtigen Einnahmen gezählt.
Für Zusatzversicherungen zur Krankenversicherung gibt es keine Erstattungen!

3. Rentenversicherung
Beiträge zu einer angemessenen Altersvorsorge können sich öffentlich geförderte Tagespflegepersonen ebenfalls hälftig erstatten lassen. Tageseltern, die rentenversicherungspflichtig sind, erhalten allerdings maximal Zuschüsse zu der gesetzlichen Rentenversicherung. Darüber hinausgehende Beiträge zu alternativen Altersvorsorgen müssen sie alleine finanzieren.
Auch der Erstattungsbetrag für die Ąangemessene Altersvorsorgeď ist steuerfrei.

4. Unfallversicherung
Tageseltern unterliegen normalerweise der gesetzlichen Unfallversicherungspflicht. Die Kosten hierfür (ca. 70 Euro/Jahr) übernimmt das Jugendamt in vollem Umfang, sofern die Tagespflegeperson von diesem bezahlt wird.
Dieser Erstattungsbeitrag ist steuerfrei gestellt und wird für die Berechnung der Einnahmen nicht berücksichtigt.

Steuerliche Behandlung der Versicherungsbeiträge sowie der Zuschüsse vom Jugendamt:

Die Ausgaben für die Kranken-, Pflege-, Renten- und Unfallversicherung werden in dem Steuervordruck Anlage Vorsorgeaufwand in den jeweiligen Zeilen der einzelnen Versicherungen eingetragen. Sie stellen keine Betriebsausgaben dar. Hier ist der Betrag der zu leistenden Versicherung abzüglich der vom Jugendamt steuerfrei nach § 3 Nr. 9 EStG ausgezahlten Zuschüsse zu den einzelnen Versicherung einzutragen, so dass nur der eigene Anteil der jeweiligen Versicherung als Sonderausgabe in der Einkommensteuererklärung abzugsfähig ist.

Die Zuschüsse für die Versicherungen sind somit nicht als Einnahme aus der selbständigen Tätigkeit der Tagespflegeperson in der Einnahmen-Überschuss-Rechnung zu berücksichtigen und erhöhen somit den Gewinn aus selbständiger Tätigkeit nicht und bleiben steuerfrei.

5. Fördergelder für Sachinvestitionen
Tageseltern können Fördergelder für sogenannte Sachinvestitionen beantragen. Bis 2013 stehen insgesamt 2,15 Milliarden Euro bereit, die in Investitionen beim Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder von ein bis drei Jahren fließen sollen.
Tagesmütter und -väter können diese Mittel zum Beispiel für Einrichtungsgegenstände wie Betten oder Wickelkommoden beantragen, Spielgeräte sind ebenso zuschussfähig wie Renovierungen im Kinderzimmer. Auch Mittel für den Kauf eines PCs können beantragt werden.

Steuerliche Behandlung der Zuschüsse für Investitionskosten:

Es besteht grundsätzlich ein Wahlrecht: Sie können die Zuschüsse unmittelbar als Betriebseinnahme behandeln oder diese Zuschüsse mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des jeweiligen Wirtschaftsgutes verrechnen.

Verrechnet man diesen Zuschuss mit den Anschaffungskosten des jeweiligen Wirtschaftsgutes verringert sich das Abschreibungsvolumen des Wirtschaftsgutes und somit die Betriebsausgaben.

Achtung! Wenn Sie den Zuschuss verrechnen, fällt die Möglichkeit weg, die Betriebsausgabenpauschale anzusetzen. Denn die Abschreibung ist Bestandteil des Ansatzes der tatsächlichen Betriebsausgaben.

Antragsstelle ist jeweils Ihr örtliches Jugendamt. Hier erfahren Sie, welche Investitionen in Ihrem Bundesland gefördert werden können. Übrigens: Diese Mittel müssen Sie nicht versteuern.
Externer Link zu:http://www.gender-mainstreaming.net/bmfsfj/generator/BMFSFJ/kinder-und-jugend,did=112366.html Siehe auch Hinweis auf der Seite des BMFSFJ

Verwaltungsvereinbarung regelt Mittelvergabe
Dass der Bund den Ländern Fördergelder zur Verfügung stellt, regelt eine Verwaltungsvereinbarung, deren genauen Wortlaut Sie auf den Internetseiten des BMFSFJ nachlesen können: Externer Link zu:http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/aktuelles,did=100436.html  Beschluss/Vereinbarung der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum Betreuungsausbau 28.8.2007

Auf einer weiteren Seite des Bundesministeriums wird dargelegt, wie die Gelder auf die einzelnen Bundesländer aufgeteilt werden. Dass auch Umbaumaßnahmen finanziert werden, geht aus dem dort zur Verfügung stehenden Dokument zum "Ausbau der Tagesbetreuung" hervor. Siehe unten auf der Seite "Informationen für die Presse": Externer Link zu:http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/aktuelles,did=100584.html  http://www.bmfsfj.de

Unter dem Begriff "Kinderbetreuungsfinanzierungsgesetz" findet man das Gesetz zur Errichtung des Sondervermögens, das hierfür verwendet wird.

Richtlinien der Länder zur Verteilung der Gelder
Die Länder selbst haben Richtlinien erlassen, wie die Gelder verteilt werden. Lesen Sie diese sorgfältig durch und erkundigen Sie sich bei Antragsstellung genau, welche Bedingungen an den Erhalt der Gelder geknüpft sind - in einigen Ländern müssen Sie z.B. die betreffenden Betreuungsplätze fünf Jahre lang zur Verfügung stellen.
Im Folgenden einige Beispiele:

Bayern:
Externer Link zu:http://www.stmas.bayern.de/kinderbetreuung/baykibig/index.php Bayerisches Sozialministerium

Brandenburg:
Externer Link zu:http://www.bravors.brandenburg.de/sixcms/detail.php?gsid=land_bb_bravors_01.c.49255.de Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg

Mecklenburg-Vorpommern
Externer Link zu:http://www.lagus.mv-regierung.de/cms2/LAGuS_prod/LAGuS/de/fah/Foerderungen_des_Landes_Mecklenburg-Vorpommern/Projektfoerderungen_im_Bereich_Jugend_und_Familie/Foerderung_von_Elternbeitraegen_(Elternentlastung)/index.jsp Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen:
Externer Link zu:http://www.schure.de/21133/31,51311,3.htm  Schule und Recht in Niedersachsen

Rheinland-Pfalz:
Richtlinien Kinderbetreuungsfinanzierung

Saarland:
Externer Link zu:http://www.kinderbetreuungsboerse-saarbruecken.de/fileadmin/user_upload/pdf/Info_KBB/Informationen_der_Kbb/Tagespflegesaetze.pdf Kinderbetreuungsbörse Saarbrücken

Tipp: Surfen Sie im Internet nach den Begriffen "Kinderbetreuungsfinanzierung Richtlinien" in Kombination mit dem Namen Ihres Bundeslandes.