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Tipps und Infos für Eltern

3. Praxistipps - e) Eingewöhnung
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Tipps und Infos für Eltern
a) Betreuungsplatz finden
b) Erstkontakt am Telefon
c) Erstgespräch
d) Vertragliches
e) Eingewöhnung
f) Erwartungen an die Eltern
g) Ende der Betreuung
Mitglieder dürfen gerne Fragen an das Laufstallteam schicken.
Melden Sie sich hierfür bitte an
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Die Eingewöhnung
Optimal für das Kind ist es, wenn die Eltern genügend Zeit für eine langsame Eingewöhnungsphase bei der zukünftigen Tagespflegeperson haben. Manche Kinder brauchen dafür 2-3 Wochen, andere Kinder nur ein paar Tage. Trotzdem müssen Eltern sich darüber im Klaren sein, dass am Anfang noch Tränen fließen können, bis die Kinder die Trennung akzeptiert haben.
Manchmal gibt es aber auch keine Möglichkeit für eine langsame Eingewöhnung, z.B. dann, wenn die Mutter plötzlich auf der Stelle wieder arbeiten muss. Erstaunlicherweise kommen viele Kinder damit in der Regel ganz gut klar. Sie merken anscheinend, dass es nicht anders geht und fügen sich sehr schnell ein. Erfahrungsgemäß spielt dabei der erste Kontakt zur Tagespflegeperson eine entscheidende Rolle.

Erstes Kennenlernen
Am besten lernt Ihr Kind seine Tagesmutter in seiner vertrauten Umgebung, also zum Beispiel bei Ihnen zu Hause kennen. Das hat den Vorteil, dass die Tagesmutter sieht, wie das Kind lebt, wie es sich in vertrauter Umgebung verhält und wie Sie mit Ihren Kindern umgehen. Sie kann die Bedürfnisse des Kindes und seinen Entwicklungsstand so am besten einschätzen. Die Eingewöhnungsphase ist für ein Kind immer auch mit Stress verbunden: Es wird mit ihm fremden Menschen, Umgebungen und Eindrücken konfrontiert. Wenn die ersten Kontakte in seinem Elternhaus stattfinden, sind diese nicht dadurch belastet, dass es in einer für ihn fremden Umgebung ist, in der es neben anderen Räumlichkeiten zum Beispiel auch noch weitere Kinder gibt. Planen Sie dafür allerdings maximal ein bis zwei Tage ein.

Fremdeln bei Kleinkindern
Gerade in der Altersklasse der 0-3jährigen Kinder ist es normal, dass das Kind zu Anfang „fremdelt“ und Schutz bei einer ihm vertrauten Person sucht. Dies hängt damit zusammen, dass sich Kleinkinder ab dem 5. Monat stärker visuell orientieren und nun noch besser zwischen vertrauten und nicht vertrauten Menschen unterscheiden können. Ein etwa viermonatiges Kind wird sich demnach von ihm fremden Personen meist leichter trösten lassen, als ein einjähriges Kind. Ab etwa drei Jahre wird das „Fremdeln“ meist etwas weniger. Wie stark das Kind Schutz bei vertrauten Personen sucht, hängt neben dem Alter natürlich auch von seiner Persönlichkeit ab. Dieses Verhalten ist jedoch normal und ein nicht unbedeutender Schutzmechanismus.

Sie sollten als Eltern die Eingewöhnung begleiten
Optimal ist es, wenn die erste Orientierung Ihres Kindes in der Wohnung der Tagesmutter durch Vater oder Mutter begleitet wird. Zumindest in den ersten drei Tagen, die als entscheidende Phase für die Eingewöhnung gelten, sollte ein Elternteil grundsätzlich dabei bleiben. Wenn z.B. die Mutter die Eingewöhnung begleitet, sollte sie sich möglichst im Hintergrund halten, zum Beispiel ruhig auf einem Stuhl sitzen und als vertraute Person dem Kind bei seinen ersten Entdeckungstouren durch die neue Umgebung durch reine Anwesenheit Sicherheit geben. Wenn das Kind in einer Situation überfordert ist oder Angst hat, wird es bei der Mutter Schutz suchen und sich anfangs auch nur von dieser trösten lassen. Es ist wichtig, dass Sie Ihr Kind dann auch trösten und nicht versuchen, es zur Tagesmutter zu schicken. Drängen Sie Ihr Kind nicht, sondern lassen Sie es das Tempo der Eingewöhnung selbst bestimmen. Es geht in diesen Tagen vor allem darum, dass es lernt, dass es in der neuen Umgebung sicher ist.

Nach den ersten Tagen
Wenn die ersten drei Tage gut geklappt haben, das Kind sorglos scheint und sich an die Tagesmutter und die Umgebung gewöhnt hat, können Sie einen ersten Versuch unternehmen, sich von dem Kind zu verabschieden. Sie sollten allerdings auf jeden Fall in der Nähe bleiben. Wenn das Kind mit Weinen reagiert und die Tagesmutter das Gefühl hat, dass es sich von ihr nicht trösten lässt, kann sie Sie nach ein paar Augenblicken wieder hinzuholen. Starten Sie möglichst keinen Trennungsversuch vor dem 4. Tag.

Zeitdauer der Eingewöhnung
Die Eingewöhnungszeit dauert meist zwischen ein bis zwei Wochen. In den ersten Tagen reicht es, wenn Sie mit Ihrem Kind ein bis zwei Stunden bei der Tagesmutter sind. Wie lange diese Anwesenheitszeit ist, richtet sich auch danach, ob das Kind erkennbar belastet scheint oder sich auch noch nach zwei Stunden wohl fühlt. Ab dem Zeitpunkt, an dem das Kind die Tagesmutter als Vertrauensperson akzeptiert und sich zum Beispiel von ihr trösten lässt, ist die Eingewöhnung gelungen. Trotzdem sollte das Kind in den ersten zwei Wochen möglichst nur halbtags von der Tagesmutter betreut werden. Denn wenn die Trennungszeit schon zu Beginn sehr lang ist, reagiert das Kind unter Umständen mit Verlustängsten.

Die Übergabe des Kindes
Es ist wichtig, dass Sie sich immer von Ihrem Kind verabschieden. Ein hektisches „Zwischen-Tür-und-Angel-Abgeben“ sollte nicht nur in der Eingewöhnungsphase, sondern grundsätzlich vermieden werden. Wenn Sie Ihr Kind morgens bei der Tagesmutter abgeben, planen Sie etwa 10 Minuten ein, um Ihr Kind in die andere Umgebung zu begleiten. Der Abschied selbst soll natürlich auch nicht unnötig in die Länge gezogen werden. Dass ein Kind beim Abschied von den Eltern weint, kann passieren. Allerdings lässt es sich eher trösten, wenn Sie ihm die Sicherheit geben, dass Sie wiederkommen und nicht einfach verschwunden sind.

Richtige Planung verhindert Stress
Halten Sie sich einen Zeitraum von mindestens drei bis vier Wochen so weit frei, dass Sie die Eingewöhnung des Kindes stressfrei begleiten können und in den ersten Wochen auch nur eine Halbtagsbetreuung stattfinden kann. Wichtig: Wenn Sie Ihr Kind in Tagespflege übergeben, sollten Sie wirklich davon überzeugt sein, dass Ihr Entschluss richtig ist. Gewisse Unsicherheiten und Zweifel können sich auf Ihr Kind ungewollt übertragen. Ihre unentschlossene Haltung wird dem Kind suggerieren, dass etwas nicht stimmt und es damit verunsichern. Wenn Sie Ihren Entschluss vom Verhalten des Kindes abhängig machen wollen, brauchen Sie die Eingewöhnung gar nicht erst zu starten.

Wenn Sie schließlich das Pflegeverhältnis beginnen, achten Sie auf jeden Fall auf Ihr Gefühl. Wenn Sie irgendwie meinen, dass etwas nicht in Ordnung ist, bzw. Sie trotz gegenseitiger Sympathie nicht ganz davon überzeugt sind, dass Ihr Kind an dieser Stelle optimal betreut wird, sollten Sie, selbst wenn sonst alle Voraussetzungen stimmen, dieses Betreuungsverhältnis noch einmal sorgsam überdenken. Sprechen Sie mit Ihrer Tagespflegeperson und vertrauen Sie sich Ihr mit Ihren Sorgen an, wenn Sie z.B. das Gefühl haben, dass sich Ihr Kind mit der Eingewöhnung sehr schwer tut. Sie greift oft auf einen großen Erfahrungsschatz zurück und kann ziemlich genau einschätzen, wie lange man noch geduldig warten sollte und ab wann es für das Kind besser ist abzubrechen. Wenn sich eine Fremdbetreuung nicht vermeiden lässt, kann man es im eigenen Zuhause mit der individuellen Betreuung durch eine Kinderfrau zu versuchen oder mit der Tagespflege für das Kind noch einige Zeit warten. Für den Fall eines einvernehmlichen Abbruchs des Betreuungsverhältnisses sieht unser Vertrag, den Laufstall-Abonnenten in ihrem Downloadbereich finden, Lösungsmöglichkeiten vor. Sie finden den Vertrag auch unter der Adresse Externer Email-Link zu:httphttp://www.tagesmuttervertrag.de.