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Tipps und Infos für Eltern

3. Praxistipps - c) Erstgespräch
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Tipps und Infos für Eltern
a) Betreuungsplatz finden
b) Erstkontakt am Telefon
c) Erstgespräch
d) Vertragliches
e) Eingewöhnung
f) Erwartungen an die Eltern
g) Ende der Betreuung
Mitglieder dürfen gerne Fragen an das Laufstallteam schicken.
Melden Sie sich hierfür bitte an
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Das Erstgespräch
Erscheinen Sie pünktlich zum verabredeten Termin und benachrichtigen Sie die Tagespflegeperson rechtzeitig, wenn sich eine Terminverschiebung nicht vermeiden lässt. Selbst wenn Sie sich wegen eines Verkehrsstaus um wenige Minuten verspäten sollten, rufen Sie kurz bei ihr an, was im Zeitalter des Handys wahrscheinlich kein großes Problem sein dürfte. Denn von diesem Verhalten wird die Tagespflegeperson auf Ihre Zuverlässigkeit in einem künftigen Betreuungsverhältnis schließen.

Rundgang durch die Räumlichkeiten
Eine erfahrene Tagespflegeperson wird Ihnen in einem Rundgang alle Räumlichkeiten zeigen, die zur Tagespflege genutzt werden. Eine gewisse Hygiene, besonders bei den sanitären Anlagen und in der Küche, muss vorhanden sein – das Wohlergehen der Kinder steht jedoch vor übermäßiger Reinlichkeit. Das heißt: Besser, die Kinder dürfen sich frei und ungehemmt bewegen, als dass penibel auf Sauberkeit geachtet werden muss und die Tagespflegeperson lieber einen perfekten Haushalt führt, als sich mit den Kindern zu beschäftigen.
Lassen Sie sich neben dem eigentlichen Spielbereich auch die Ruhezone zeigen. Es spricht nichts dagegen, wenn dazu Reisebetten zum Beispiel im Elternschlafzimmer aufgestellt sind, sofern diese mit einem Babyphon oder Ähnlichem von der Tagespflegeperson überwacht werden können.
Achten Sie beim Rundgang auf Sicherheitsmerkmale wie beispielsweise Kindersicherungen in den zugänglichen Steckdosen, Klemmschutzeinrichtungen an schweren Türen und Schubladen usw. Ein Blick in den Garten sollte Aufschluss über Maßnahmen zur Reduzierung von Gefahren bringen: Hier sind z.B. Teicheinzäumung, Treppengitter vor Abgängen, eine Garteneinfriedung, die von den Kindern alleine nicht zu überwinden ist, etc. zu nennen.

Beschnuppern Sie sich
Die gesamte Führung durch Haus und Garten bietet viel Gelegenheit, sich im Gespräch zu „beschnuppern“ und festzustellen, ob sich der positive Eindruck vom Telefonat festigen lässt. Beobachten Sie, wie sich Ihr Kind der Tagespflegeperson gegenüber verhält und umgekehrt, wie sie sich ihm nähert. Wie geht sie mit den anderen Tageskindern, oder wenn diese nicht anwesend sind, mit den eigenen Kindern um? Kommen Sie mit ihrer Art klar? Ist diese nicht zu ungewohnt für Ihr Kind? Natürlich läuft nicht alles so wie zu Hause, was in Anbetracht der vielen Kinder, oft unterschiedlichen Alters, ganz normal ist. Oft kommen Kinder mit unterschiedlichen Gangarten besser zurecht, als man meint. Sie akzeptieren schnell, dass es hier eben anders läuft, als sie es von zu Hause kennen.

Wenn bis zu diesem Punkt eigentlich alles stimmt, sollten nun einige wichtige Details besprochen werden. Hierzu gehören:
- Wie erfolgt die Übergabe des Kindes? Das heißt, ab wann kann das Kind gebracht werden, oder wird ein Abholdienst angeboten und wie gestaltet sich dieser? Gleiches gilt natürlich auch für das Ende des Betreuungstages.
- Wie ist der Tagesablauf strukturiert und wo liegen die Schwerpunkte der Betreuungsarbeit? (besondere Aktivitäten)
- Wie sind die Mahlzeiten geregelt? Kann/muss Gläschenkost mitgebracht werden? Kocht die Tagespflegeperson selbst oder ist ein Cateringservice beauftragt? Gibt es, falls erforderlich, Sonderkost (vegetarisch, antiallergen, etc.)?
- Werden Getränke gestellt und wenn ja welche?
- Sprechen Sie über die Erziehungsstile und äußern Sie Ihre Wünsche und Vorstellungen. Welche Grenzen gibt es? Welche Konsequenzen? (Fernsehen, Süßigkeiten, usw.)
- Was kostet die Betreuung und wie wird diese abgerechnet? Soll nur die anfallende Betreuungszeit stundenscharf per Rechnungsstellung, oder per monatlicher Pauschalen und Jahresendabrechnung oder rein pauschal abgerechnet werden? Über die genaue Höhe des Betreuungspreises können Sie sich evtl. bei Vertragsabschluss noch einigen.
- Wie teilen sich die Betreuungskosten auf (Betreuungshonorar/Pflegekosten)? Was beinhalten die Pflegekosten?
- Wie sind Urlaubs-/ Krankheitszeiten geregelt? Kann die Tagespflegeperson selbst eine Ersatzbetreuung stellen und organisieren? Muss die Ersatzbetreuung separat gezahlt werden oder ist dies im Grundpreis enthalten? Macht die Tagespflegeperson Betriebsferien, an die Sie sich halten müssen? Wann und wie lange sind diese?
- Was muss von Ihnen mitgebracht werden? (Einmalwindeln, Pflegemittel, Verpflegung usw.)
- Lassen Sie sich zum Schluss noch erklären, wie die Tagespflegeperson die Eingewöhnung des Kindes gestalten möchte, welche Zeit dazu einzuplanen ist, und welche Aufgaben Sie dabei übernehmen können. (siehe Link Praxistipps Eingewoehnung)

Auch die Tagespflegeperson hat Fragen
Auch die Tagespflegeperson wird Sie um einige detaillierte Informationen über Ihr Kind bitten. Hierzu gehören natürlich Fragen über die Gesundheit, ob beispielsweise bei einer chronischen Krankheit durch Sie Medikamente verabreicht werden oder andere Besonderheiten berücksichtigt werden müssen. Bringen Sie bitte Verständnis dafür auf, wenn die Tagespflegeperson eine Medikamentengabe grundsätzlich ablehnt, oder nur mit Unterschrift, die sie von der Verantwortung entbindet, einwilligt. Es kann aber auch sein, dass sich eine Tagespflegeperson die Betreuung eines chronisch kranken Kindes nicht zumuten kann und die Betreuung auch mit Rücksicht auf die anderen Tageskinder ablehnen muss.
Weitere Fragen wie z.B. über die Mitnahme im PKW, wer in einem Notfall verständigt werden muss und kann und, wenn nötig, auch dann das Kind abholen kann, wenn Sie als Eltern nicht zu erreichen sind, müssen geklärt werden.
Die Tagespflegeperson wird eventuell auch nach Ihrer wirtschaftlichen Situation fragen, um festzustellen, ob die regelmäßige Zahlung sichergestellt ist. Hierzu gehört auch, dass sie sich spätestens zum Vertragsabschluss eine Kostenübernahmeerklärung vorlegen lässt, wenn die Betreuung ganz oder teilweise durch Dritte, wie beispielsweise durch das Jugendamt, gezahlt wird. Wird die Betreuung z.B. durch eine öffentliche Kasse gezahlt, hat die Tagespflegeperson (bis 31.12.2007) ganz andere steuerliche Rahmenbedingungen. Sollte es zu Unregelmäßigkeiten oder gar Ausfällen bei der Bezahlung z.B. durch das Jugendamt kommen, wird sich die Tagespflegeperson umgehend an Sie wenden.

Rechtliches ... und die Vertragsunterzeichnung
Ebenso wird Sie die Tagespflegeperson darüber aufklären, dass, wenn es sich um einen Betreuungsumfang von über 15 Wochenstunden und mehr als 3 Monate handelt, sie eine amtliche Pflegeerlaubnis benötigt, die ihr entweder bereits vorliegt oder die sie noch beantragen muss (siehe Pflegeerlaubnis). In Verbindung mit dieser Pflegeerlaubnis ist Ihr Kind automatisch über die Landesunfallkasse versichert. Ist bei Unterschreitung dieses Betreuungsumfangs keine Pflegeerlaubnis erforderlich, wird die Tagespflegeperson auf den Abschluss einer privaten Unfallversicherung für Ihr Kind bestehen. Wir empfehlen sogar auf jeden Fall eine private Unfallversicherung abzuschließen, da diese immer und ohne langwierige Schuld- und Haftungsfragen abzuwarten, zahlt.

All diese Dinge werden Sie in einem sorgsam ausgearbeiteten Vertrag noch einmal genau festlegen. Ein geeignetes Vertragsmuster finden Laufstall-Abonnenten in ihrem Downloadbereich. Oder Sie können ein Muster z.B. unter Externer Email-Link zu:httphttp://www.tagesmuttervertrag.de bestellen.
Vereinbaren Sie für die Vertragsunterzeichnung einen weiteren Termin, damit Sie alle Eindrücke nochmals überdenken können. Hierzu eignet sich erfahrungsgemäß ganz gut ein Termin in Ihrer Wohnung, da sich bei dieser Gelegenheit die Tagespflegeperson auch ein Bild von Ihrem Umfeld machen kann und sich dies zusätzlich recht positiv auf die Vertrauensbildung Ihres Kindes zur Tagespflegeperson auswirkt.