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Tipps und Infos für Eltern

4. Rechtliches & Finanzen - b) Betreuungskosten steuerlich absetzen
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Tipps und Infos für Eltern
a) Betreuungs- und Pflegekosten
b) Betreuungskosten steuerlich absetzen
c) Arbeitgeberzuschuss Betreuungskosten
d) Kinderkrankengeld
e) Kredite
f) Familie und Job
g) Elterngeld
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Die steuerliche Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten wurde durch das Gesetz zur steuerlichen Förderung von Wachstum und Beschäftigung ab dem 1.1.2006 grundlegend neu geregelt.

Zu den absatzfähigen Betreuungskosten zählen die Betreuungsgelder für Kindergarten oder Kindertagesstätte, Tagespflegepersonen, eine bezahlte Hausaufgabenbetreuung, Babysitter und ein Au-pair. Die entgeltliche Betreuung durch Angehörige wird nur anerkannt wenn eine klare schriftliche Vereinbarung vorliegt. Kosten für Nachhilfeunterricht, Musik- oder Sportunterricht, Fremdsprachenkurse oder Privatschulgebühren sind keine Betreuungskosten im Sinne des Gesetzes.

Für die Absetzbarkeit der Kosten ist es wichtig, dass die Gelder per Überweisung/Dauerauftrag o.Ä. bezahlt wurden und eine ordnungsgemäße Rechnung des Dienstleisters vorweisbar ist. Barzahlungen – auch gegen Ausstellung einer Quittung - werden vom Finanzamt nicht akzeptiert.
Eltern können die Kinderbetreuungskosten zu zwei Dritteln als Werbungskosten oder Betriebsausgaben Steuer mindernd geltend machen. Dies gilt bis zum 14. Lebensjahr des Kindes, in Ausnahmefällen, wenn Kinder wegen einer vor Vollendung ihres 27. Lebensjahres eingetretenen geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten, auch länger.

Für die Eltern gibt es verschiedene Möglichkeiten, Betreuungskosten steuerlich abzusetzen.
- In § 35a EStG wird die Absetzbarkeit von haushaltsnahen Beschäftigungen (Tagesmütter, Kinderfrauen, Babysitter, Au-pairs o. Ä. im Angestelltenverhältnis) geregelt.
- In § 4 f und § 9 Absatz 5 EStG ist festgeschrieben, dass die Betreuungskosten für Kinder als Werbungskosten zusätzlich zum Werbungskostenpauschalbetrag berücksichtigt werden können.

Alleinerziehende, nicht berufstätige Sorgeberechtigte
Alleinerziehende, nicht berufstätige Sorgeberechtigte können Kinderbetreuungskosten nur im Rahmen von Kindergartengebühren (für Kinder von 3 bis 6 Jahren) als Sonderausgaben gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG geltend machen. Kosten für eine andere Betreuungsform (z. B. Tagespflege, Babysitting o. Ä.) oder Kinder die nicht in die oben genannte Alterspanne gehören, können nur im Rahmen einer haushaltsnahen Beschäftigung nach § 35a EStG geltend gemacht werden.
Die Steuerermäßigung durch Beschäftigung eines Arbeitnehmers für die Verrichtung haushaltsnaher Tätigkeiten (z. B. der Kinderbetreuung) mindert unmittelbar die tarifliche Einkommensteuer und beträgt jeweils in Prozent der Aufwendungen:
10 %, jedoch maximal 510,00 € bei einer geringfügigen Beschäftigung im Sinne des § 8a des IV. Buchs Sozialgesetzbuch (so genannter Minijob)
12 %, jedoch maximal 2400 € bei der Beschäftigung einer Person, für die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung gezahlt werden (ab einem Gehalt von 400,01 € monatlich)
20 %, jedoch maximal 600 €, wenn der Steuerpflichtige nicht selbst Arbeitgeber ist, sondern die Leistung über einen selbstständigen Dienstleister bezieht
Die genannten Höchstbeträge beziehen sich auf das Kalenderjahr. Für jeden Monat, in dem die Voraussetzungen für die Steuerermäßigung nicht vorliegen, mindern sich die Höchstbeträge.
Die Steuerermäßigung erfolgt nur auf Antrag und nicht, wenn die Aufwendungen schon als Betriebsausgaben, Werbungskosten oder außergewöhnliche Belastungen abgesetzt wurden.

Alleinerziehende, berufstätige Sorgeberechtigte
Alleinerziehende, berufstätige Sorgeberechtigte können die Kinderbetreuungskosten für die in ihrem Haushalt lebenden Kinder im Alter von 0 – 14 Jahren (in Ausnahmefällen, wenn Kinder wegen einer vor Vollendung ihres 27. Lebensjahres eingetretenen geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten, auch länger) als Werbungskosten (Selbstständige als Betriebskosten) steuerlich abgesetzt werden.
Von den tatsächlich entstehenden Kosten (nur Betreuungskosten, keine Gelder für Verpflegung o. Ä.) werden 2/3 Steuer mindernd berücksichtigt. Pro Kind und Jahr können jedoch maximal 4000 € anerkannt werden. Um diesen Höchstbetrag zu nutzen, müssen von dem/der Sorgeberechtigten also 6000 € gezahlte Betreuungsgelder nachgewiesen werden.
Als Nachweis gelten eine offizielle Rechnung (mit Rechnungsnummer und Steuernummer) sowie der Beleg der bargeldlosen Zahlung (z. B. die Bestätigung über einen Dauerauftrag, Überweisungsdurchschläge oder Kontoauszüge). Barzahlungen werden vom Finanzamt nicht berücksichtigt, auch wenn eine Quittung vorgelegt werden kann. Eine zusätzliche Steueranrechnung gemäß § 35a EStG ist nicht zulässig.

Sorgeberechtigte, bei denen nur einer erwerbstätig ist
Bei Paaren mit nur einem erwerbstätigen Sorgeberechtigten können Kinderbetreuungskosten nur im Rahmen von Kindergartengebühren (für Kinder von 3 bis 6 Jahren) als Sonderausgaben gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG geltend gemacht werden. Kosten für eine andere Betreuungsform (z. B. Tagespflege, Babysitting o. Ä.) oder für Kinder, die nicht in die oben genannte Alterspanne gehören, können nur im Rahmen einer haushaltsnahen Beschäftigung nach § 35a EStG geltend gemacht werden.
Die Steuerermäßigung durch Beschäftigung eines Arbeitnehmers für die Verrichtung haushaltsnaher Tätigkeiten (z. B. der Kinderbetreuung) mindert unmittelbar die tarifliche Einkommensteuer und beträgt jeweils in Prozent der Aufwendungen:
10 %, jedoch maximal 510,00 € bei einer geringfügigen Beschäftigung im Sinne des § 8a des IV. Buchs Sozialgesetzbuch (so genannter Minijob)
12 %, jedoch maximal 2400 € bei der Beschäftigung einer Person, für die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Sozielaversicherung gezahlt werden (ab einem Gehalt von 400,01 € monatlich)
20 %, jedoch maximal 600 €, wenn der Steuerpflichtige nicht selbst Arbeitgeber ist, sondern die Leistung über einen selbstständigen Dienstleister bezieht

Die genannten Höchstbeträge beziehen sich auf das Kalenderjahr. Für jeden Monat, in dem die Voraussetzungen für die Steuerermäßigung nicht vorliegen, mindern sich die Höchstbeträge um 1/12.
Die Steuerermäßigung erfolgt nur auf Antrag und nicht wenn die Aufwendungen schon als Betriebsausgaben, Werbungskosten oder außergewöhnliche Belastungen abgesetzt wurden.

Sorgeberechtigte, die beide erwerbstätig sind
Berufstätige Sorgeberechtigte können die Kinderbetreuungskosten für die in ihrem Haushalt lebenden Kinder im Alter von 0 – 14 Jahren (in Ausnahmefällen, wenn Kinder wegen einer vor Vollendung ihres 27. Lebensjahres eingetretenen geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten, auch länger) als Werbungskosten (Selbstständige als Betriebskosten) steuerlich absetzen.
Von den tatsächlich entstehenden Kosten (nur die Betreuungskosten, keine Gelder für Verpflegung o. ä.) werden 2/3 Steuer mindernd berücksichtigt. Pro Kind und Jahr können jedoch maximal 4000 € anerkannt werden. Um diesen Höchstbetrag zu nutzen, müssen von den Sorgeberechtigten also 6000 € gezahlte Betreuungsgelder nachgewiesen werden.
Als Nachweis gelten eine offizielle Rechnung (mit Rechnungsnummer und Steuernummer) sowie der Beleg der bargeldlosen Zahlung (z. B. die Bestätigung über einen Dauerauftrag, Überweisungsdurchschläge oder Kontoauszüge). Barzahlungen werden vom Finanzamt nicht berücksichtigt, auch wenn eine Quittung vorgelegt werden kann.
Eine zusätzliche Steueranrechnung gemäß § 35a EStG ist nicht zulässig.

Sorgeberechtigte (alleinerziehend oder zusammenlebend) in Ausbildung oder krank
Alleinerziehende Sorgeberechtigte, die sich in Ausbildung befinden oder dauerhaft seelisch oder körperlich krank oder behindert sind, sowie in Familien der nach § 4f EStG nicht erwerbstätige Partner, der sich in der gleichen Lage befindet, sind dazu berechtigt, die Kinderbetreuungskosten für die in ihrem Haushalt lebenden Kinder im Alter von 0 – 14 Jahren (in Ausnahmefällen, wenn Kinder wegen einer vor Vollendung ihres 27. Lebensjahres eingetretenen geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten, auch länger) als Sonderausgaben gemäß § 10 Absatz 1 Nr. 5 EStG steuerlich abzusetzen.

Von den tatsächlich entstehenden Kosten (nur Betreuungskosten, keine Gelder für Verpflegung o. Ä.) werden 2/3 Steuer mindernd berücksichtigt. Pro Kind und Jahr können jedoch maximal 4000 € anerkannt werden. Um diesen Höchstbetrag zu nutzen, müssen von dem/der Sorgeberechtigten also 6000 € gezahlte Betreuungsgelder nachgewiesen werden.
Als Nachweis gelten eine offizielle Rechnung (mit Rechnungsnummer und Steuernummer) sowie der Beleg der bargeldlosen Zahlung (z. B. die Bestätigung über einen Dauerauftrag, Überweisungsdurchschläge oder Kontoauszüge). Barzahlungen werden vom Finanzamt nicht berücksichtigt, auch wenn eine Quittung vorgelegt werden kann. Eine zusätzliche Steueranrechnung gemäß § 35a EStG ist nicht zulässig.