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Tipps und Infos für Eltern

2. Die richtige Tagespflege - a) Rechtliches
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Tipps und Infos für Eltern
a) Rechtliches
b) Persönliche Anforderungen
c) Standort & Räumlichkeiten
d) Bezahlbarkeit
Mitglieder dürfen gerne Fragen an das Laufstallteam schicken.
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Pflegeerlaubnis
Bevor Tagesmütter oder -väter ihre Tätigkeit starten dürfen, benötigen sie eine Pflegeerlaubnis für Tageskinder, die durch das Jugendamt erteilt wird. Diese Erlaubnis ist in § 43 des 8. Sozialgesetzbuchs (Kinder- und Jugendhilfegesetz) geregelt.
Mit Erteilung der Pflegeerlaubnis entscheidet das Jugendamt, wie viele Kinder die Tagespflegeperson maximal betreuen darf. In der Regel sind dies zwei bis drei aber maximal fünf Tageskinder (einige Regierungsbezirke lassen auch mehr zu) die eine Tagespflegeperson neben ihren eigenen Kindern betreuen darf. Die Zahl ändert sich nicht mit unterschiedlichen Betreuungszeiten. Hat eine Tagespflegeperson z.B. eine Pflegeerlaubnis für drei Kinder, darf sie auch nur drei Betreuungsverhältnisse abschließen, selbst wenn diese an unterschiedlichen Tagen und nie gleichzeitig betreut werden. Einige Bundesländer lassen in Ihren Ausführungsrichtlinien auch mehrfach Belegungen zu, wenn nicht mehr als die erlaubten Tageskinder gleichzeitig anwesend sind. Ist das Kontingent der Tagespflegeperson erschöpft oder liegt keine Pflegeerlaubnis vor, sollte man von einem Betreuungsverhältnis absehen.
Nur wenn eine Tagespflegeperson über eine Pflegeerlaubnis verfügt, sind die ihr anvertrauten Tageskinder automatisch über die Landesversicherungsanstalt gesetzlich unfallversichert. Aus diesem Grund ist die Tagespflegeperson auch verpflichtet, die Personalien der Tageskinder an das Jugendamt weiterzuleiten, auch wenn diese auf privater Basis betreut werden. Wir empfehlen jedoch unabhängig davon zusätzlich eine private Unfallversicherung für Ihr Kind abzuschließen.

Qualifikation der Tagespflegeperson
Die Erlaubnis zur Kindertagespflege wird laut 8. Sozialgesetzbuch erteilt, „wenn die Person für die Kindertagespflege geeignet ist“. Das bedeutet unter anderem, dass, wer als Tagesmutter oder -vater arbeiten will, sich durch Persönlichkeit und Sachkompetenz auszeichnen sollte. Die Tagespflegeperson muss bereit sein, mit Ihnen als Erziehungsberechtigten Ihrer Kinder zu kooperieren, und die Anforderungen der Kindertagespflege kennen. Erfahrung im Umgang mit Kindern sollten Tagesmütter und -väter natürlich auf jeden Fall mitbringen. Darüber hinausgehende Kenntnisse müssen gegebenenfalls in entsprechenden Lehrgängen erworben werden. Der Nachweis einer Qualifizierung durch eine Ausbildung zur Erzieherin oder gar diplomierten Pädagogin reicht den Jugendämtern mancherorts nicht aus. Sie verlangen, dass zukünftige Tagespflegepersonen über eine bestimmte Stundenzahl einen speziellen Lehrgang absolvieren. In manchen Kommunen reichen 40 Stunden, andere setzen 80 oder 160 Stunden Lehrgang voraus. Oft muss auch die Teilnahme an einem Kurs „Erste Hilfe am Kind“ nachgewiesen werden. Außerdem wird eine jährliche Weiterbildung von mindestens 20 Stunden von den Tagespflegepersonen verlangt.

Geeignete Räumlichkeiten
Das Jugendamt prüft, ob die Räumlichkeiten für die Kindertagespflege geeignet sind. Dies kann generell oder stichprobenartig im Rahmen des Genehmigungsverfahrens geschehen, aber auch später durch unregelmäßige Mitarbeiterbesuche kontrolliert werden. Eine kindgerechte Umgebung mit Platz zum Schlafen, Toben, Spielen, Essen und Wickeln ist Voraussetzung dafür, dass eine Pflegeerlaubnis erteilt wird. Wenn Schulkinder betreut werden, brauchen diese auch einen ruhigen Ort, um Ihre Hausaufgaben zu erledigen. Außerdem muss die Tagespflegeperson dem Jugendamt ein Gesundheitsattest und ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen.

Erweiterte Haftpflichtversicherung
Sie als Eltern haften für Ihre Kinder für alle entstehenden Schäden, wenn diese durch Vernachlässigung Ihrer Aufsichtspflicht entstanden sind. Auch wenn einer 3. Person durch die Verletzung der Aufsichtspflicht ein Schaden entstanden ist, kann er durch die Familienhaftpflichtversicherung der Eltern gedeckt werden. Wenn der Familie oder dem Kind selbst ein Schaden entsteht, ist dies in der Regel nicht abgesichert.
Wenn Ihr Kind von einer Tagespflegeperson in deren Räumlichkeiten betreut wird, übertragen Sie dieser die Aufsichtspflicht für Ihr Kind. Wenn Schäden durch die Verletzung der Aufsichtspflicht entstehen, sind diese nicht durch die Haftpflichtversicherung der Eltern gedeckt. Auch die private Haftpflichtversicherung der Tagespflegeperson tritt nicht in jedem Fall ein. Die Betreuung von Kindern als Tagespflegeperson ist eine selbstständige Tätigkeit, die nicht unbedingt von einer privaten Versicherung erfasst wird. Fragen Sie die Tagespflegeperson, ob deren Haftpflichtversicherung Schäden abdeckt, die Dritten durch Ihr Kind entstehen könnten. Auch Schäden, die dem Tagespflegekind selbst entstehen, sollten abgesichert sein.