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BeitragVerfasst: Mi 14. Mai 2008, 20:52 
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Als Antwort auf die zahlreichen Reaktionen auf den Artikel “Gute Betreuung kostet oft viel Geld” vom 23.04.2008 nun der Fogeartikel: "Tagesmütter: Kritik unerwünscht?"
War das ein Stich ins Wespennest? Wütende Kommentare von Tagesmüttern zum Artikel „Gute Betreuung kostet oft viel Geld“ haben uns erreicht. Ich zitiere: "eine geschäftsschädigende Verleumdung aller Tagesmütter", "eine unglaubliche Frechheit", "unglaublich unverschämt" usw. Erstaunliche Reaktionen, meint WirtschaftsWoche-Reporterin Anke Henrich.

Artikel im Online-Magazin der Wirtschafts Woche - wiwo.de vom 14.05.2008

Hier der ungekürzte Artikel:
Zitat:
Erstaunliche Reaktionen für einen Absatz, der mit den Worten anfängt: "Tagesmutter: Die Suche ist mühsam, aber es lassen sich echte Perlen finden. Herzliche, trotzphasengestählte Frauen, die zusätzlich zur eigenen Brut auch andere Kinder liebevoll umsorgen – und erziehen: Ihr Einfluss ist immens."

Nach der Lektüre der wenigen konstruktiven, aber vielen im Ton und in den Unterstellungen ausufernden Kommentare, bin ich noch nachträglich heilfroh, für mein Kind eine Tagesmutter mit uneingeschränkter Vorbildfunktion gefunden zu haben. Das halte ich auch noch wie vor für die Regel und nicht für die Ausnahme.

Aber es gibt schwarze Schafe und vor denen gilt es zu warnen. Übrigens nicht nur im Sinne der Kinder, sondern auch im Sinne guter Betreuerinnen. Für alle, die hier der Autorin die wüstesten Dinge unterstellen: Haben Sie eigentlich den Satz gelesen: "Es gibt echte Perlen unter den Tagesmüttern?" Haben Sie die fundierte Checkliste zur Tagesmutter-Suche gelesen, die Online steht?

Das Problem: Jede Frau kann ihre Dienste anbieten und Babys oder Kleinkinder können daheim schwerlich erzählen, was sie über Tag erleben. Zum Beispiel lieblose Betreuung, TV-Konsum, Bevorzugung der eigenen Kinder, Parken auf dem Spielplatz.

Die Not der berufstätigen Mütter lassen sie bei Lohn und Qualifikation einer händeringend gesuchten Tagesmutter wenig wählerisch sein, erst recht, wenn sie unkonventionelle Arbeitszeiten abdecken müssen. Und Wohl dem, der überhaupt bei der Zahlung des Tagesmutterlohns vom Jugendamt unterstützt wird. Das ist nicht die Regel, sondern aus Sicht der Wiwo-Leser vermutlich die Ausnahme. Über die reichlich praktizierte Schwarzarbeit schweige ich mich lieber ganz aus.

Das alles sollten die Tagesmutter-Organisationen selbstkritisch auf ihre Agenda nehmen. Erst recht, da das Bundeskabinett heute endlich beschlossen hat, die Zahl der Betreuungsplätze für unter Dreijährige bis zum Jahr 2013 auf 750 000 Plätze zu verdreifachen. 30 Prozent davon sollen Tagesmütter-Plätze sein. Goldrichtig – wenn damit auch die Qualität der Tagesmütter gesichert wird.


Hier die Kommentare die bei WiWo zu diesem Artikel eingegangen sind:

Zitat:
:arrow: von Birgit am 13.05.2008 13:16 Uhr ---Nicole R. Hamburg am 10.05.2008 11:57 Uhr Fortsezung
Auch dies wird gerne vergessen wenn es um den so genannten „Verdienst“ einer Tagespflegeperson geht. Ich denke dass viele Betreuungspersonen wirklich noch gar nicht begriffen haben, dass sich eine große Wandlung vollzogen hat. ---

Ich glaube schon das die Tagesmütter die hier ihre Meinung vetreten
diese sogenannte "Wandlung" schon seit langem mitbekommen haben und Weiterbildung, Förderung und Engagement keine Fremdwörter sind !

:arrow: von P. Riege am 11.05.2008 10:32 Uhr Sehr geehrte Frau Henrich,
nach dem Lesen beider Ihrer Artikel und der dazugehörigen Kommentare frage ich mich, was ist Ihre Absicht?

Wollen Sie auf die katastrophale Situation der Kinderbetreuung in Deutschland für Eltern und Betreuungspersonen gleichermaßen aufmerksam machen und sich für Verbesserungen einsetzen - oder geht es in Ihrem Artikel vordringlich um sogenanntes "Bashing" einer offensichtlich mit größtem persönlichen Einsatz arbeitenden Berufsgruppe?

Leider gehen Sie auch in Ihrem zweiten Artikel nicht auf die zu Recht eingeforderten sachlichen Korrekturen (Qualifikationsnachweise, Verdienst) ein und recherchieren nach, sondern machen die Polemik von "Brut" und "Perle" zur Hauptsache.

Schade, eine verpasste Gelegenheit, ein wichtiges Thema ernsthaft zu bearbeiten und den Anstoß zu längst überfälligen Veränderungen zu geben!

Ich schlage ein Gedankenspiel vor:
Was passiert, wenn alle TPP ihren aufopferungsvollen Einsatz zu Centbeträgen (mit den fatalen Folgen für ihre eigene Vorsorge) nur für einen Monat LEISTUNGSgerecht abrechnen?
Sagen wir orientiert an dem, was ein/e festangestelle/r Krippenmitarbeiter/in verdient - der/die bei Krankheit und Urlaub weiterbezahlt wird, Arbeitsmaterialien und Verpflegung NICHT selbst kaufen muss, sich NICHT gleichzeitig noch um den Alltag (Kochen, Arzttermine, Haus- u. Gartenarbeit, Einkauf usw.) kümmern muss?

(Das sicher auftretende Argument der fehlenden Ausbildung als Erzieher/in o.ä. lasse ich nicht gelten, da viele TPP entsprechende oder ähnliche Berufe ausgeübt haben bzw. über eine andere abgeschlossene Ausbildung verfügen - und Quereinsteiger gibt es auch in anderen Berufen und dort werden sie nicht mit Centbeträgen abgespeist.)

DAS wäre meiner Meinung nach eine Grundlage für einen Artikel, der weiter bringt.

P.Riege

:arrow: von Nicole R. Hamburg am 10.05.2008 11:57 Uhr Fortsezung
Auch dies wird gerne vergessen wenn es um den so genannten „Verdienst“ einer Tagespflegeperson geht. Ich denke dass viele Betreuungspersonen wirklich noch gar nicht begriffen haben, dass sich eine große Wandlung vollzogen hat. Die Anforderungen an die Tagespflegepersonen haben sich enorm geändert, es geht nicht mehr um die reine "Betreuung" sondern auch noch um die Förderung und Bildung der Kinder.
Gewohnte alte Muster sind jedoch schwer aufzubrechen; wer ändert schon gerne sich selbst zu erst...; oder aber so genannte innovative aber teure Ideen entstehen, wie "englische Kunsterziehung mit Ansatz zur Waldorfpädagogik" etc.
Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Tagespflegepersonen bei den Sozialabgaben "lange Zähne machen" - es ist aber meiner Meinung der Preis der Selbstständigkeit. Ich denke hier liegt auch der Knackpunkt!
Tagespflegepersonen sind Selbstständige, und das waren Sie schon immer!!!
Das Finanzministerium hat diesen Bereich nur bis 2007 nicht wahrgenommen.
Leider betrachte ich mit großer Sorge solche Reaktionen wie die auf ihren geschriebenen Artikel. Ich hoffe nicht dass durch solche Unprofessionalität, wie sie es in meinen Augen ist, negative Regelungen für die Tagespflegepersonen entstehen werden.
Ihren Leitfaden zur Suche für die richtige Tagesmutter finde ich sehr gut gelungen. Jede Tagespflegeperson, davon bin ich überzeugt, die heute schon professionell arbeitet, wird Ihnen da auch Recht geben. Denn es gibt heute genügend Medien die zur Auswahl stehen, sich regelmäßig weiterzubilden, und somit bessere Qualifizierungen zu erhalten. Und nicht immer muss hierfür viel Geld bezahlt werden.
Ich kann nur hoffen, dass Sie weiterhin mit Kritik und dennoch objektiv wiedergeben wie es um den Ausbau der Kinderbetreuung steht. Falls Sie im Bezug auf das Bundesland Hamburg noch Recherchen in Erwägung ziehen, können Sie sich gerne an mich wenden.
Mit freundlichem Gruß
Nicole R. aus Hamburg

:arrow: von Nicole R. Hamburg am 10.05.2008 11:55 Uhr Sehr geehrte Frau Henrich,

Ich kann mich weder mit der Kritikflut des ersten Artikels noch der des zweiten Artikels identifizieren! Vielmehr zeigt es mir ein weiteres Mal auf, dass viele Tagesmütter die momentan bestehende Situation und die damit entstandenen Möglichkeiten noch nicht wirklich wahrgenommen haben.
Ich gebe Ihnen Recht - es muss sicherlich noch sehr viel an einer einheitlichen Qualitätssicherung gearbeitet werden, ebenfalls muss zum Wohle der Tagespflegepersonen und der abgebenden Eltern - erst Recht aber zum Wohl der Kinder - dringend eine Überprüfung dieser Qualitätssicherung eingeführt werden.
Auch kenne ich das Problem der schwarzen Schafe, die meinen für extravagante Betreuungsformen hohe Preise nehmen zu müssen, um vielleicht evtl. der Steuerpflicht zu entgehen- (im Zuge der Steuererklärung kann dies ja wieder geltend gemacht werden)- oder aber auch ganz in die eigene Tasche zu arbeiten... Ganz zu schweigen von der anderen Art, die Kinder nur „aufbewahren“ , schlecht behandeln oder vor Medien parken etc.
Viele meiner Eltern berichteten mir in unserem ersten gemeinsamen Gespräch davon.
Aber ich stelle auch fest, dass seitens der Eltern langsam – aber dennoch viel schneller als bei mancher „Kollegin“- ein Umdenken stattgefunden hat.
Ich arbeite seit 2003 als Tagespflegeperson in Hamburg mit einer Pause von einem halben Jahr wegen der Geburt meines zweiten Kindes. Seit 2008 habe ich wieder eine Gruppe die sich noch im Aufbau befindet. In meinen Augen sind wir hier – trotz noch einiger ernsthaften Lücken- schon sehr weit was die Betreuung durch Tagespflegepersonen angeht!
( Kostenloses Qualifizierungsprogramm durch die Stadt, mit Möglichkeit zur Langzeitqualifizierung (180 Std.) danach weiterhin kostenlose Teilnahme am Fortbildungsprogramm für sozialpädagogische Fach- und Führungskräfte; Möglichkeit ein Qualitätssiegel durch den paritätischen Wohlfahrtsverband zu absolvieren etc.) siehe Fortsetzung

:arrow: von Maria am 08.05.2008 16:23 Uhr Sehr geehrte Frau Henrich,
sicher gab es zu Ihrem Artikel auch sehr emotionale und auch unsachliche Kritik. Ich hätte mir trotzdem eine bessere Auseinandersetzung mit der Kritikflut gewünscht. Die Aufhänger ihres Artikels haben sie jedenfalls nicht aus der konstruktiven Kritik entnommen. Diese Methode klingt eher nach Boulevard-Presse. Ich denke nicht, dass Sie dies nötig haben.
Sicher meinen Sie manche Ihrer Aussagen wirklich gut und es stimmt einiges auch. Aber Pauschalierung hat noch nie wirklich weitergebracht. Problematisch sind in Ihren Artikeln die wirklichen Falschinformationen zu den Verdienstmöglichkeiten und die Wortwahl. Als Mutter bezeichne ich weder fremde Kinder, noch die eigenen als Brut. Dies hat einen sehr negativen Klang und wird in manchen Gegenden als Schimpfwort benutzt. Tagesmütter sind auch keine Perlen. Bei diesem Wort fällt einen doch glatt eine ältliche Haushälterin in alten Filmen ein. Vielleicht hätten sie ein wenig mehr darüber nachdenken sollen, wie diese Umschreibungen wirken. Mich würde jedenfalls ein guter sachlicher Artikel zu dem Thema Tagespflege mehr ansprechen.

:arrow: von Anke Henrich am 08.05.2008 15:02 Uhr Liebe Leserin M.M.,
ich würde mich freuen, wenn Sie direkt Kontakt zu mir aufnehmen könnten. Wir bleiben and em Thema dran.
Viele Grüße
Anke Henrich

:arrow: von Tagesmutter-Frankfurt am 08.05.2008 12:53 Uhr Sehr geehrte Frau Henrich,
ihr Artikel ist und bleibt schlecht recherchiert!Zum Thema Umgang mit Kritik fassen Sie sich bitte an die eigene Nase.Ich hätte mir gewünscht,daß Sie bestimmte Dinge richtigstellen:Kinder sind keine Brut!
"wenigen konstruktiven, aber vielen im Ton und in den Unterstellungen ausufernden Kommentare"
Viele Tagesmütter haben Sie darauf hingewiesen,daß der von Ihnen angegebene Stundensatz utopisch ist.Aber daß ignorieren Sie weiterhin.
In Frankfurt am Main werden Eltern,die Ihre Kinder durch qualifizierte Tagesmütter betreuen lassen,generell unterstützt.Unabhängig vom Einkommen der Eltern.Der Eigenanteil der Eltern richtet sich nach der Stundenzahl.
Sie können gerne unter den Begriff"Tagespflegebörse Frankfurt" googeln,falls Sie gerne recherchieren möchten.
Schön ,daß Sie vor Schwarzarbeit warnen.Natürlich gibt es auch unter den Tagesmüttern schwarze Schafe.Es liegt aber in der Verantwortung der Eltern,die ihre Kinder gut betreut haben wollen genau zu schauen,wem sie ihr Kind anvertrauen:
Hat die Tagesmutter eine Pflegeerlaubnis?
Gibt es Referenzen?
Kann ich mit den anderen Eltern reden,deren Kinder hier betreut werden?
Würden Sie Ihr Kind einer Tagesmutter anvertrauen die schwarz arbeitet?Ich nicht.
Es wäre schön ,wenn Sie sich diesesmal sachlich und konstruktiv mit Kommentaren auseinander setzen würden.
Mit freundlichen Grüßen
Tagesmutter-Frankfurt

:arrow: von M.M. am 08.05.2008 00:28 Uhr Sehr geehrte Frau Henrich,

zu Recht reden Sie von der "Not" der berufstätigen Mütter. In einer noch viel größeren Notlage stehe ich als allein erziehende selbstständige Tagesmutter, die sowohl den Arbeitgeber- als auch den Arbeitnehmeranteil an Sozialversicherungsbeiträgen zahlen muss. Die Höhe wird nach einem fiktiven Mindesteinkommen berechnet. So habe ich bei Vollzeittägigkeit mit mehreren Tageskindern 2006 nachweislich Sozialversicherungsabgaben von rund 3.200 € gezahlt bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von MINUS 4.130 €. Mein Mitleid mit den "armen" im abgesicherten Arbeitsverhältnis stehenden Eltern hält sich daher in Grenzen.
Zu den Ihrerseits angegriffenen Tagesmütterverbänden empfehle ich eine genauere Recherche bei Betroffenen besonders in ländlichen Gebieten. Es gibt sehr, sehr wenige Zusammenschlüsse oder Netzwerke von Tagesmüttern - eine Google-Suche wäre aufschlussreich. Nach wie vor werden in der Realität Tagesmütter von Jugendämtern angeworben und notdürftig qualifiziert - ohne den finanziellen Hintergrund zu erörtern. Da sind lauter Einzelkämpfer am Werk, kennen sich nur in Einzelfällen untereinander und beginnen nun erst allmählich eine Vernetzung vor Ort. Da von "Organisationen" zu sprechen klingt für mich wie Hohn.

Leider sind die qualitativen Aspekte der Tagespflege und gerade die Wichtigkeit der familiären Atmosphäre in Bezug auf den Aufbau eines stabilen Bindungsverhaltens sowie empirisch gesicherte Erkenntnisse zum Sozialverhalten auch sehr früh betreuter Kinder in den Hintergrund gerückt - das ist sehr schade.
Im Rahmen einer offenen Kommunikation könnten sicher viele Vorurteile ausgeräumt werden. Gerne können Sie persönlich sich hier vor Ort ein Bild von meinem kleinen Vierer-Team machen - alle zwischen 2 und 3 1/2, eines davon schwerst mehrfach behindert.

Nachdenkliche Grüße

M.M.

:arrow: von Agnes Pahl am 07.05.2008 19:44 Uhr Artikelniveau...-mehr als schlecht.
Hätte mich nicht gewundert, aber ...., haben Sie nicht selbst erwähnt, mit Betreuung für Ihre Kinder viel Glück gehabt zu haben...
Woher also solche Kritik ?

:arrow: von Marion Pehns am 02.05.2008 01:21 Uhr Ja, so kann man es auch „verdrehen“, Frau Henrich!

Wir haben SIE kritisiert, und scheinbar können SIE nicht damit umgehen – nicht umgekehrt!

Wie schon die Kollegin stef geschrieben hat: "Anke Henrich: Kritik unerwünscht?",
diese Überschrift wäre in der Tat passender gewesen!

Fakt ist, sie haben schlecht recherchiert und falsche Informationen weitergegeben, und das auch noch in einem sehr tadelnswerten Ton!

Unter den vielen Kommentaren, u. a. von Rolf Müller und F. H., können Sie sich ein Bild der Richtigkeiten einer Tagespflegeperson „abschreiben“:
Das sind die Richtlinien – die Rahmenbedingungen in der Kindertagespflege!
Dem ist eigentlich nichts hinzu zu fügen!

Ihr zweiter Artikel ist genauso schlecht, wie der Erste....ich bin enttäuscht!
Über „schwarze Schafe“ in der Kindertagespflege zu schreiben ist eine Sache, aber auch wieder von Ihnen so verzerrt dargestellt - und auch noch als Folge unserer Kritik Ihnen gegenüber....darüber bin ich schon sehr erstaunt!

Wie Sie geschrieben haben, hatten Sie doch eine gute Betreuung für ihre Kinder, ich verstehen darum nicht, warum Sie so einseitig und negativ über unsere Tätigkeit schreiben?

Ich selber hatte auch eine liebe Tagesmutti für meinen Sohn,

Marion Pehns
Kindertagespflegestelle in Zeppelinheim
http://www.tagesmutter-zeppelinheim.de

:arrow: von Hermann Müller am 01.05.2008 13:51 Uhr Guten Tag.

Ich wundere mich darüber, daß sich Frau Heinrich wundert. Tagesmütter arbeiten -- jedenfalls bisher -- für sehr wenig Geld und mit sehr großem Einsatz. Die Gesellschaft hat ihnen bisher kaum gezeigt, was sie ihr wert sind.

Urplötzlich wird, weil jetzt Kinderbetreuung auf der politischen Ebene ein großes Thema ist, den Tagesmüttern bei geringster Bezahlung ein Höchstmaß an Professionalität und Bereitschaft zur Rundumversorgung einschließlich frühkindlicher Bildung abverlangt.

In eine ähnliche Richtung geht's zur Zeit bei der Beurteilung des Bildungssystems, zu der sich inzwischen sehr viele Menschen berufen fühlen. Was die Kinder an Anstand, Anstrengungsbereitschaft und Werten von zu Hause mitbringen, wird immer dürftiger. Aber die Lehrer sollen's halt richten. Für mein Kind bitte nur das Beste! Da sind sich die Medien einig.

Is klar.

:arrow: von Carola am 01.05.2008 12:50 Uhr Sehr geehrte Frau Henrich,
zu Ihrer Überschrift -... Kritik unerwünscht ?
Konstruktive Kritik ja - gerne!
Jedoch auf B...Zeitung Niveau.
Schade um die Zeit.

Mit Gruß
Tagesmutter Carola

:arrow: von Carola am 01.05.2008 12:47 Uhr Sehr geeehrte Frau Henrich,
zu Ihrer head line -... Kritik unerwünscht ?
Konstruktive Kritik ja - gerne!
Jedoch nicht so wie von Ihnen, auf B...Zeitung Niveau.
Schade um die Zeit.

Mit Gruß
Tagesmutter Carola

:arrow: von stef am 01.05.2008 11:34 Uhr Sehr geehrte Frau Henrich,
ich habe eine Idee für die Headline Ihres nächsten Artikels: "Anke Henrich: Kritik unerwünscht?" Dürfen Sie gerne verwenden. Auf ein Zeilengeld verzichte ich.

:arrow: von Stefan am 01.05.2008 10:46 Uhr Ja, schwarze Schafe....
gibt es offensichtlich auch unter Reportern......

:arrow: von Anette Nitschke-Lucas am 01.05.2008 10:17 Uhr Fortsetzung:

Es werden viele Tagespflegepersonen aufhören zu betreuen, wenn die Bedingungen schlechter und komplizierter werden. Haben Sie mal darüber nachgedacht, was uns dann da an Qualifizierten Tagespflegepersonen und Kapazitäten verloren gehen könnte???

Bei uns in Lübeck ist es zur Zeit ein sehr heißes Thema. Und viele Eltern und Tageseltern sind unsicher was wohl kommt an Neuerungen.

Ich selbst habe keinen Tag an dem ich weniger als 10 Stunden betreue und weniger als 14 Stunden arbeite. Wie machen Sie das? Haben Sie eine Reinigungskraft und eine Kinderfrau zuhause? Meine Familie muss jeden Monat rechnen was wann und wie bezahlt wird und wir beziehen keine Unterstützung vom Staat, wobei das natürlich ohne Frage völlig in Ordung ist, wenn nötig.

Da gibt es dann Diskussionen über Mindestlöhne, steigende Lebenshaltungskosten und zu hohe Managergehälter. Und dann kommen zu allem Überfluss auch noch Menschen wie Sie, die warscheinlich nicht überlegen müssen, wovon Sie die Klassenfahrt der Tochter bezahlen!!! Denken Sie bitte mal über Ihre Arbeit nach und was für Einfluss Sie nehmen können um das Leben in dieser Gesellschaft erträglicher zu machen. Ich glaube das es Menschen wie Sie auch gibt um Dinge zu bewegen und die Menschen wach zu rütteln! Wach waren wir Tagesmütter und -Väter auch schon vor Ihren Artikeln, aber was ist mit unseren Politikern?

Diesesmal mit Gruss

Anette Nitschke-Lucas
Qualifizierte Tagespflegeperson aus Lübeck

:arrow: von Anette Nitschke-Lucas am 01.05.2008 10:17 Uhr Fortsetzung:

Haben Sie mal einen Gedanken daran verschwendet wie die Beteuungssituation wäre, wenn es uns nicht gäbe??? Ab 2013 soll es einen Betreuungsrechtsanspruch für Kinder unter drei Jahren geben. Ohne uns geht das gar nicht. "Wer soll das bezahlen?" ist dann wieder die große Frage.

Seit über einem Jahrzehnt ist der Stundensatz in Lübeck nicht erhöht worden und ich rede hier von 2,13€ pro Kind und Stunde minus die entstehenden Kosten von 60%. Unterm Strich arbeite ich für 0,87€ pro Kind und Stunde. Würden Sie für dieses Geld Arbeiten und noch dazu Ihre Buchführung selbst machen, da es für viele Tagespflegepersonen nicht finanzierbar ist, sie ausser Haus zu geben???

:arrow: von Anette Nitschke-Lucas am 01.05.2008 10:15 Uhr Sehr geehrte Frau Henrich,

ich möchte Sie dringend bitten sich mehr für dieses aktuelle Thema zu öffnen. Es geht hier schließlich um unser aller Kinder.

Sie sind doch eine intelligente Frau, aber es gibt ja auch verschiedene Arten der Intelligenz. Darüber lernen auch sie mehr, wenn Sie sich als Tagespflegeperson qualifizieren lassen.

Machen Sie die Augen auf und sehen Sie sich an was Realität ist und vergraben Sie sich nicht hinter Ihren Artikeln die in einigen Punkten einfach jeder Realität fremd sind!!!

Warum tuen Sie das??? Oh, ach ja Sie verdienen ja Ihr Geld damit. Werden Sie pro Artikel bezahlt, sind Sie Freiberuflerin oder Angestellte? Zahlen Sie immer pünktlich Ihre Sozialabgaben und Ihre Steuern, laufen alle Ihre Arbeiten ordnungsgemäß über die Bücher mit Rechnung und Firmenkonto??? Machen Sie Ihre Buchführung selbst, oder geben Sie sie in professionelle Hände und wieviel kostet Sie das??? Wie Hoch ist Ihr Stundenlohn, oder Ihr Gehalt und wann haben Sie das letzte mal eine Gehaltserhöhung erhalten? Haben Sie Urlaubsanspruch und bekommen Sie Urlaubs- und Weihnachtsgeld?

:arrow: von Sabine Janssen am 01.05.2008 00:18 Uhr Sehr geehrte Frau Henrich!

Sie wundern sich über die wütenden Reaktionen der Tagesmütter??

Haben Sie sich denn auch schon gefragt, was Sie dazu beigetragen haben??

Ja, vielleicht sind einige Kommentare etwas emotional, aber sie wurden ja auch nicht von jemandem verfasst, der jahrelang eine gute Journalistenschule besucht hat.

Die sachlichen Fehler, auf denen Sie seltsamerweise auch in Ihren zweiten Artikel bestehen, deuten darauf hin, das Sie von eigenen Erfahrungen zehren, die schon einige JAHRE her sind.....

Das sollte jemandem, der eine gute Journalistenausbildung genossen hat nicht reichen.

Es fällt IHNEN augenscheinlich sehr schwer, zuzugeben, das es Ihnen NICHT gelungen ist, den Lesern das zu vermitteln, was evt. Ihr Anliegen war.

Nun ja, diese Arbeit hat F.H. für Sie erledigt...

wofür wir F.H. von Herzen danken...

:arrow: von Verena Steinbrecht am 30.04.2008 23:36 Uhr Hallo
Auch in Ihrem neusten Artikel haben sich einige sachliche Fehlinformationen aneinandergereiht.
Ich hatte eine Richtigstellung erwartet, die nun "aufklärt" wie es sich tatsächlich darstellt, obwohl dies sicher bei den verschiedenen regionalen Unterschieden relativ schwierig darstellt .

Grundsätzlich möchte ich jedoch betonen dass sachliche Kritik auch an (uns) Tagesmüttern immer höchst willkommen ist.
Inhaltlich fühle ich mich jedoch nie angesprochen, da ich qualifiziert und kompetemnt arbeite.
Ich bin keine Perle (der Begriff steht bei mir für einen umgangssprachlichen Ausdruck für Kindermädchen) sondern eine Pädagogin.
Ich bekomme 10 Euro pro Stunde, aber eben für alle Kinder zusammen und dann eben auch Brutto.

Aber das ist für mich sekundär, ich bin gerne Tagesmutti, ich liebe jedes Einzelne der Kinder, ich biete ein Zuhause mit Herz und wenn ich mich bereichern wollte, dann wäre ich sicher nicht Tagesmutter sondern würde eine anerkannte und gerecht bezahlte Arbeit annehmen.

Dennoch denke ich dass es legitim ist, wenn Tagesmütter davon leben möchte , dass sie Tageskinder betreuen?!
Wäre das Falsch?

Ich bitte außerdem zu bedenken, dass eine Pflegezulassung meistens absolut erforderlich und gesetzlich vorgeschrieben ist!

Mit Gruss
verena steinbrecht

:arrow: von Ute L. am 30.04.2008 22:16 Uhr Dieser Artikel ist noch dümmeres Geschwätz wie der erste. Offensichtlich soll hier Schadensbegrenzung betrieben werden aber völlig am eigentlichen Thema vorbei.
Bei den Kommentaren ging es darum, dass man Kinder nicht als Brut bezeichnet und das keine Tagemutter so viel Geld verdient wie geschrieben und um fehlende Recherche, da so gut wie nichts in dem ersten Artikel den Tatsachen entspricht. Hier wurden nur an den Haaren herbeigezogene Phrasen veröffentlicht.

:arrow: von F.H. am 30.04.2008 21:36 Uhr Fortsetzung:

Mit ihren Einnahmen muß eine TM sämtliche Kosten bestreiten, die für die Tagespflege so anfallen.
Je mehr sie für die Tagespflege (und damit deren Qualität) aufwendet, desto bleibt ihr unterm Strich als Einkommen.

Für die öffentliche Hand sind TM eine preiswerte Möglichkeit die Kleinkinderbetreuung abzudecken. Die Risiken werden voll auf die Tagesmütter abgewälzt, die als Selbständige gelten und nichtmal Anspruch auf grundlegendste Errungenschaften haben. Urlaub und Krankheit sind Angelegenheit der TM. Wenige bekommen für diese Zeiten einen finanziellen Ausgleich. Von den Zeiten, in denen nicht alle Betreuungsplätze belegt sind und in denen daher das Geld sehr knapp wird, will ich gar nicht viel schreiben.

Finden Sie es nicht genauso erstaunlich wie ich, daß sich trotzdem immer noch Frauen finden, die die Tätigkeit der Tagesmutter mit Liebe und Engagegment ausüben?

Doch, gute Betreuung sollte auch gutes Geld kosten. Qualität kostet nunmal. Ausgerechnet in der Kinderbetreuung sollte das nicht gelten?

Ich wünschte mir einfach eine korrekte Darstellung dieser Problematik. Oder noch besser: die von Ihnen erwähnten 6 - 10 € Stundenlohn ;-)

Auch im heutigen Artikel gibt es unkorrekte Aussagen. Nicht JEDE Frau darf ihre Dienste als Tagesmutter anbieten. Jeder, der Kindertagespflege anbieten will, braucht die Pflegeerlaubnis des zuständigen Jugendamtes. Diese gibt es erst, wenn einige Auflagen erfüllt sind. Damit sind wir immerhin schon einen Schritt weiter, hin zu mehr Professionalität.
Reichlich praktizierte Schwarzarbeit? Wie kann es so etwas geben? Gibt es tatsächlich Eltern, die die Kinderbetreuungskosten nicht von der Steuer absetzen wollen? Gibt es tatsächlich Eltern, die ihr Kind einer Person anvertrauen, die nicht vom Jugendamt kontrolliert wurde und keinerlei Erlaubnis für die Tagespflege besitzt? Bei der die Kinder nicht unfallversichert sind? Ich kann mir das nur schwer vorstellen.

mfG

:arrow: von F.H. am 30.04.2008 21:30 Uhr Perle hin - Brut her.

Mein Problem besteht in den fehlerhaften Aussagen, die in Ihrem Artikel über das Einkommen der Tagesmütter gemacht wurden.
Das hinterließ den Eindruck Tagesmütter wären Großverdiener (schön wär's), die sich noch dazu vor den Steuern drücken wollten.

Sicher stimmen Sie mir zu, daß gute Betreuung auch gutes Geld kosten sollte. So ist es aber nicht oder nur sehr selten.
Vielleicht gibt es irgendwo Tagesmütter, die 6 bis 10 Euro pro Kind und Stunde erhalten. Die Regel ist das jedoch nicht. Leider.

Tagesmütter, die das Betreuungsentgelt vom Jugendamt erhalten, bekamen im Jahr 2006 durchschnittlich zwischen 1,70 und 3,50 € pro Kind und Betreuungsstunde. Häufig überschritten sie 2,50 € nicht. (laut DIJuF-Erhebung in fünf Bundesländen)
Dieses Geld galt bisher als steuerfreie Einnahme und war damit auch sozialversicherungsfrei (anderfalls hätte sich diese Tätigkeit als TM gar nicht gelohnt.)

Private Tagesmütter erhalten einen höheren Stundenlohn, müssen ihre Einnahmen aber voll versteuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Wie jeder Selbständige können sie aber ihre Aufwendungen von den steuerpflichtigen Einnahmen abziehen. Da bei Betreuung im eigenen Haushalt schwer bis gar nicht zu ermitteln geht, was private Aufwendungen und was Aufwendungen für die Kinderbetreuung sind, hat das Bundesfinanzminsterium vor 20 (!) Jahren beschlossen, daß Tagesmütter eine Betriebskostenpauschale abrechnen können. Diese Pauschale wurde seit 20 Jahren nicht erhöht. Energiepreise, Mehrwertsteuer, Lebensmittel (sämtliche Lebenshaltungskosten) aber schon.

:arrow: von Tagesmutter Aline am 30.04.2008 21:10 Uhr Lieber Rolf!
Mir falle keine weiteren Worte zu diesem Artikel ein da du alles gesagt hast. Es brodelt gerade mal wieder in mir weil ihr tolles Foto neben dem 2. Bericht das ganze etwas ins lächerliche von ihrer seite aus zieht und sie sich scheinbar einen spaß daraus macht. wahrscheinlich aus privaten Erfahrungen, die Tagesmütter durch den Dreck zu ziehen.

Tagesmutter Aline

:arrow: von Rolf Müller am 30.04.2008 20:30 Uhr Sehr geehrte Frau Henrich,
ich weiß ja nicht, was man Ihnen in den Kaffee getan hat, dass Sie nicht in der Lage sind neutral und objektiv über die Arbeit von Tagespflegepersonen zu berichten. Wenn Sie die Kritik so vieler Tagespflegepersonen auf Ihren persönlichen Erlebnisbericht als Angriff werten, haben Sie offensichtlich den Ernst der Lage der Betroffenen völlig verkannt.
Nur dem Engagement und der Aufopferung der Frauen für ein Geld, was sich wirklich am Rande ihrer Wirtschaftlichkeit bewegt, ist es zu verdanken, dass es in den Gemeinden überhaupt die Betreuungsform der häuslichen Tagespflege noch gibt.
Sollten Sie von Ihrer ausgezeichneten Tagesmutter auf die, Ihrer Aussage nach, reichlich praktizierter Schwarzarbeit schließen, dann fragen Sie sie doch mal nach ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Pflegeerlaubnis. Diese, aber auch dass Eltern inzwischen einen Großteil ihrer Betreuungskosten steuerlich geltend machen können, machen Schwarzarbeit für Tagespflegepersonen sehr Riskant und nicht lohnend. Sollte es trotzdem noch schwarz arbeitende Tagespflegepersonen geben, sind die Eltern, die sie mit der Betreuung beauftragen, auch nicht ganz unschuldig. Denen wird es wahrscheinlich auch egal sein, ob die Tagesmutter über eine amtliche Zulassung verfügt, oder nicht.
In vielen Städten und Gemeinden wird, gleichgültig vom Einkommen der Eltern, die Kinderbetreuung ausschließlich vom Jugendamt oder amtlich beauftragten Vereinen vermittelt. Da hier eine private Betreuung kaum noch möglich ist, sind diese Tagespflegepersonen regelrechten Knebelverträgen ausgesetzt, wonach ihnen mit vollem Risiko der Selbständigkeit, ein minimaler Stundensatz diktiert wird. An wirtschaftliches Arbeiten, geschweige denn Gewinn, ist da kaum zu denken.
Wäre schön, wenn Sie auch mal diesen Tagespflegepersonen und ihren Problemen einen Artikel widmen würden.

Rolf Müller
Redakteur der 1. Deutschen Tagespflege-Plattform http://www.laufstall.de


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