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BeitragVerfasst: Sa 19. Mai 2012, 18:18 
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Registriert: Do 29. Dez 2011, 00:21
Beiträge: 205
Hallo,

ich bin gespannt auf eure Antworten. Eine Freundin hat nun auch ihren Kurs beendet und wir überlegen hin und her ob wir uns nicht zusammentun sollen.
An unserer Zusammenarbeit wirds nicht hapern, weil wir uns gut verstehen.
Andere Sachen geben uns zu denken....

1. Wie machen wir überhaupt den Anfang?
2. Wie hoch darf nach eurer Meinung die Miete für angemietete Räume überhaupt sein? Wir sind beide Alleinerziehend und müssen unsere eigenen Familien noch versorgen.
3. Wieviel Vollzeitkinder sollten es mind. sein?
4. Braucht man bestimmte Versicherungen, bis auf das was ich jetzt auch schon habe?

Geeignete Räume zu finden ist gar nicht so einfach, Nachfrage bei der Stadt hat nichts ergeben, wollte jetzt mal bei den Kirchengemeinden nachfragen.

Es wäre schon ein großer Wunsch von mir die Tagespflege in extra Räumen zu machen, hab da schon so ganz bestimmte Vorstellungen (Einrichtung usw), habe aber immer noch so Bedenken, weil ich einfach nicht weiß wie ich es anpacken soll. Von unserer Kommune gibt es außer den üblichen Vorschriften keine Unterstützung. Sie raten sogar davon ab. :blink1:

Aber da hier der ein oder andere es schon macht oder auch gemacht hat, habt ihr bestimmt ein paar viele Pro und Contras für mich :mrgreen:

Vielen Dank schon mal


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BeitragVerfasst: Sa 19. Mai 2012, 21:13 
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Registriert: Do 7. Aug 2008, 18:02
Beiträge: 394
Hallo Tikitakimama,

dann mach ich mal den Anfang...

Meine Kollegin und ich betreuen nun seit zwei Jahren zusammen neun Kinder in eigens für die Kindertagespflege angemieteten Räumen. Wir sind da eigentlich so reingestolpert und haben nicht groß darüber nachgedacht...so nach dem Motto: Entweder es klappt oder eben nicht. Hat sehr, sehr gut geklappt und es läuft bis heute supergut.
Wir waren auf der Suche nach geeigneten Räumen, es sollte einigermaßen zentral liegen (wir wohnen eher in einer Kleinstadt), Parkmöglichkeiten für die Eltern bieten und die Räume sollten hell und freundlich und vor allem bezahlbar sein, auch was die Nebenkosten betrifft. Unsere Betreuungsstelle ist von allen Ortsteilen ziemlich gut zu erreichen, viele fahren auf dem Weg zur Arbeit direkt an uns vorbei. Das ist schon einmal ein großer Vorteil. Es sprach sich hier bei uns zumindest sehr schnell rum, dass ein neuer Zusammenschluss besteht und die Plätze waren weit vor Eröffnung vergeben.
Wir nehmen nur Kinder ab einem wöchentlichen Betreuungsumfang von 25 Stunden bis 35 Stunden. Wir betreuen also nur Vollzeitkinder. Dies wird mit einer Pauschale bezahlt. Fast eine Pauschale für ein Kind geht für die Miete, die Nebenkosten, Telefongebühren, Homepage und Versicherung drauf. Gerne würden wir auch mal einen Platz teilen, d. h. zwei Kinder teilen sich einen Ganztagsplatz, das ist bei uns jedoch nicht möglich. Wir dürfen nur neun Kinder insgesamt betreuen.
Wir haben eine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen, weil bei der auch eine Absicherung für neun Kinder zeitgleich möglich ist, welche bei einer normalen Haftpflicht + Tätigkeit Kindertagepflege meines Wissens nicht möglich ist.
Was natürlich superwichtig ist, ist ein schöner Name für den Zusammenschluss. Und, wenn ihr jemanden habt, der euch das einrichtet, auch eine Homepage. Bei uns rufen unglaublich viele Eltern auch aufgrund unserer Homepage an, die anderen durch die gute Mund-zu-Mund-Propaganda und der Rest kommt vom Jugendamt. Es drittelt sich in etwa.

Warum rät eure Kommune denn ab? Wir haben wirklich die Erfahrung gemacht, dass die meisten Eltern es einfach besser finden, wenn die Betreuung in externen Räumen stattfindet. Viele hier möchten keine Betreuung im eigenen Haushalt. Obwohl ich das ja auch vorher jahrelang gemacht habe und es schön fand. Da waren die Beziehungen zu den Eltern etwas mehr freundschaftlicher Art, jetzt ist es so, dass unsere Einrichtung mehr Krippencharakter hat und professioneller wirkt. Das sagen auf jeden Fall die Eltern. Beide Betreuungsformen haben ein Für- und Wider. Ich mag es, wenn ich nicht mehr im eigenen Haushalt betreue, sehr. Aber ich schließe den Schritt zurück ins eigene Heim nicht aus. Momentan bin ich glücklich, so wie es ist. Mal gucken, was noch kommt.
Und zum guten Verstehen unter den Kolleginnen: Auch wir hatten unsere Differenzen. Auch wir haben manchmal getrennte Meinungen, gerade was Erziehungsfragen betrifft. Da muss man manchmal echt Kompromisse finden. Das ist schwer. Es gibt immer mal wieder Reibungspunkte, wenn man jeden Tag so eng miteinander arbeitet... entweder man schafft es, die Hürden zu überwinden oder eben nicht. Wir schaffen es bisher immer ganz gut.

Falls Du sonst noch Fragen hast, dann immer her damit :wink:

Einen schönes Restwochenende wünsche ich Dir!

_________________
Liebe Grüße!

Lieber Gott, bitte mach, dass die Vitamine aus dem Spinat in den Vanillepudding kommen!

(Quelle unbekannt)


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BeitragVerfasst: Sa 19. Mai 2012, 21:21 
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Registriert: So 22. Nov 2009, 11:12
Beiträge: 1503
Ich kann nur sagen: um zusammen zu betreuen reicht es keinesfalls aus sich gut zu verstehen - das ist nicht der Knackpunkt...
Viel wichtiger ist es, wie Steffi schon schrieb, in der Erziehungssache auf einer Linie zu liegen. Mein Freund und ich sind beide TPP und lieben uns ja sogar :mrgreen:
...aber das zusammen betreuen ist nicht so glatt gelaufen wie ich erst dachte. Wir betreuen jetzt eher abwechselnd und nähern uns auch langsam an, trotzdem bin ich ganz froh, dass wir es zu Hause erst mal testen konnten und nicht was anmieten mussten, um dann fest zu stellen wie schwierig es manchmal sein kann.
Ihr solltet also vielleicht erst mal gucken wie ihr in der Praxis mit den Kindern umgeht und ob das zusammen passt!

_________________

Die Quix-Zwerge

eigene Kinder: Saskia *03.1999; Timo *08.2002 und Frederike .*02.2010
Tageskinder: Z. (w) *09.2009; G. (m) *04.2011; H.(w) *05.2012; A. (m) *06.2012; M. (w) *08.2012; M. (w) *08.2012; H. (m) *09.2012; F.(m) *11.2012


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BeitragVerfasst: Sa 19. Mai 2012, 21:53 
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Registriert: Do 29. Dez 2011, 00:21
Beiträge: 205
Vielen dank schon mal für eure Antworten,

klar ist es nciht immer leicht bei einem Zusammenschluß, aber man kann ja auch nicht immer einer Meinung sein :mrgreen: wär doch langweilig.

Erziehungstechnisch sind wir ungefähr auf dem gleichen Weg.

Warum unsere Kommune eher abrät? Das ist ne gute Frage. Die SB hat mir auch nciht wirklich Auskunft geben wollen oder können, sie sagte nur ich solle mir das gut überlegen, in angemieteten Räumen, die Kosten könnten einen auffressen und ich bin nun mal alleine mit meinen 3 Kindern.....das waren halt ihre Argumente. :blink2:

Ich denke schon das es bei uns gut laufen würde, denn hier gibt es bisher nur einen Zusammenschluß von einem Ehepaar in deren Wohnung.

Ich könnte auch besser trennen privat und beruflich, so geht ja jetzt eins ins andere über....z.b fang ich jeden morgen an mein Wohnzimmer für die Tageskinder herzurichten, sprich ich räum meinen Wohnzimmertisch weg, rolle den Spielteppich aus, hole die Spielsachen aus der Kammer, stelle die Bettchen auf usw.....und nachdem das letzte Kind gegangen ist, räum ich halt alles wieder weg....

Und was genau ist diese Nutzungsänderungsblablabla? Mir fällt grad nciht die richtige Bezeichnung ein. Was hat es damit auf sich? Muß man da bestimmte Dinge in den angemieteten Räumen ändern lassen?


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BeitragVerfasst: Mo 21. Mai 2012, 14:21 
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Registriert: Sa 27. Okt 2007, 14:49
Beiträge: 756
Hallo!
Ich kann mich größtenteils den Vorrednerinnen anschließen, aber meine Kollegin und ich haben noch einiges anders gemacht. Meine Kollegin und ich kannten uns vorher gar nicht und deshalb haben wir eine Probezeit für uns vereinbart. Wir haben ca 3 Monate zusammen gearbeitet ohne jegliche Verpflichtung. Jeder von uns hätte sagen können, das sie eine Zusammenarbeit doch ablehnt. Allerdings läuft es bei uns nun schon 3 Jahre supergut! Auch bei uns gab es Meinungsverschiedenheiten, die wir aber durch reden und Kompromisse beiderseits ausgeräumt haben. Wir haben auch zuerst sehr euphorisch in angemietetn Räumen gearbeitet. Doch unsere Jugendämter hier zahlen leider nur wenig Betreuungsgeld und das wird noch gekürzt, wenn die Kinder krank sind oder Urlaub haben oder wenn wir selbst im Urlaub sind. In 2010 nwar es dann mal so schlimm, das die JÄ gar keine Tagespflegeplätze mehr finanziert haben, unser Vermieter die Miete drastisch erhöhte und auch noch das Gas so teuer wurde, das wir was ändern mussten. Auch ich muss meine Familie von diesem Geld ernähren, dsa mein Mann Frührentner ist. So haben wir dann unsere Krümelkiste zu mir nach Hause verlegt. Nun sind wir schon 1 Jahr hier und uns geht es besser. Wir haben nicht mehr die hohe Miete mitsamt nebenkosten zu zahlen, nein wir können es uns auch erlauben unsere Plätze mit Teilzeitkindern zu belegen.
Ich möchte mit meinem Beitrag zu bedenken geben, niemals das finanzielle aus den Augen zu verlieren, zumal ja auch die Einrichtung von irgendwas bezahlt werden muss.
Aber die Zusammenarbeit mit meiner Sylvi möchte ich nie mehr missen!
Wenn du sonst noch Fragen hast, immer her damit!

_________________
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BeitragVerfasst: Di 22. Mai 2012, 20:26 
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Registriert: Do 29. Dez 2011, 00:21
Beiträge: 205
Nochmals danke für eure Zuschriften :D

Also bisher ist es so das mich halt der finanzielle Aspekt ein wenig abhält. Mal ganz davon abgesehen, das es sicherlich nicht einfach sein wird geeignete Räume zu finden. Aber wir haben ja Zeit es soll ja nicht von heute auf morgen gleich sein. Ich brauch immer so die Sicherheit für mich wenn ich was plane. Auch wenn ich oft mal um dabei unnötig um die Ecke denke :mrgreen:

Meine Freundin hat ja auch erst den 160 Std Kurs gemacht und soll ruhig erst mal in den eigenen 4 Wänden für sich die Tagespflege entdecken und sich finden :mrgreen:

Tagesmütterverein hier im Ort? Hab ich noch nicht von gehört auch von keinem hier im Umkreis. Entweder machen die nicht viel Werbung oder es gibt keine :blink2:

Bei einer Homepage hatte ich auch an so ein Baukastensystem gedacht. Ich denke selbst gemacht ist persönlicher auch wenns nicht perfekt ist :D


Du hast 2 Vollzeitkinder eingeplant um alle Kosten zu decken, du meinst damit nur die für die angemieten Räume, oder? Das wäre bei uns jetzt ein beachtliches Sümmchen (wenn ich jetzt mal nciht die BKP abziehe sondern den ganzen Betrag nehme den mir das JA überweißt) Ich suche eigentlich weit unter diesem Betrag nach Räumlichkeiten :mrgreen:


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BeitragVerfasst: Mi 5. Sep 2012, 15:46 
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Registriert: Mo 24. Sep 2007, 12:28
Beiträge: 1459
Man, man.
Meine Freundin und ich überlegen ja auch.
Wir sind seit Jahren eng vernetzt,treffen uns regelmäßig mindestens zwei-bis dreimal die WOche mit allen Kindern.
Zusammen sind wir 40 Jahre in der Tagespflege.
Persönlich gibt es keine Probleme, wir ergänzen uns sehr gut.
Wir haben bereits einen eingeführten Markennamen,der sich problemlos auf einen Zusammenschluss übertragen ließe und eine gut angenommene HOmepage.
Ich würde eine Zusammenarbeit mit einem sehr guten Kiga in unserer Nähe anstreben,ich denke, an Kindern würde es uns nicht unbedingt mangeln.
ABER:
Wir haben hier eine Alternstaffelung,bei der wir auch als Zusammenschluß nur 8 Kinder unter drei nehmen dürfen.EIn Platz müßte mit einem älteren Kind besetzt werden.
Also reine Randzeitenbetreuung.Und wer gibt sein Kind shcon in eine Gruppe, in der nur Minis rumlaufen?
Außerdem könnten wir die Kinder nicht aufnehmen, wie wir wollten, sondern müssten die restlichen Kinder auch nach dem Alter aussuchen,es dürfen also nur 4 unter zwei sein.
Fallen zweijährige Kinder weg(Umzug etc.), wo bekommt man Neue in diesem Alter her?

Ich habe bei mir Zuhause einen Raum für die Tageskinder, brauche also nicht täglich umzubauen.
Da es unser eignenes Haus ist, ist auch kein Ärger mit Vermietern etc. zu erwarten.

Dann bin ich für eine gerechte AUfteilung der EInkünfte und Kosten.
Man ist doch immer für alle Kinder zuständig ,auch wenn die eine vier und die andere fünf hat.Und die haben dann noch unterschiedliche Stundenzahlen.
Ich finde,alles in einen Topf und dann alles was übrig bleibt gerecht durch zwei geteilt.Dann gibt es aber das Problem mit der unterschiedlichen Berechnung der Steuern und der Sozialabgaben.
Sorry, da kommt einfach der Bankkaufmann in mir durch.Ich kann mir nicht vorstellen,dass dies auf die Dauer keine Probleme gibt.
Und man verdient im Endeffekt einfach deutlich weniger als jetzt.


WIe sieht es denn mt dem Mietvertrag aus, wer von Euch hat den denn unterschrieben?Beide zusammen?
Wie regelt ihr das im Krankheitsfall?Eine TPP alleine darf doch keine 8 oder 9 Kinder betreuen,also muß Ersatz her, der wieder kostet.

Dazu kommt,dass wir von amtlicher Seite mit Sicherheit mal wieder mit Schwierigkeiten rechnen müssen.
Ich würde furchtbar gerne mit meiner Freundin zusammen arbeiten,aber ich möchte nicht noch weniger rauskriegen als jetzt und dabei täglich um meine Existenz als Zusammenschluß bangen müssen.
Wenn jetzt irgendwas schief gehen sollte, mache ich den Laden dicht, verkaufe den ganzen Kram und habe keine weiteren Kosten und Scherereien.
Ich bin auch nicht mehr in dem Alter,dass ich noch ewig Tagespflege mit fünf Kindern machen möchte.Bei 30 Jahren würde ich gerne spätestens stark reduzieren oder Schluss machen.

UND,was ist,wenn man doch noch auf die Idee kommt,dass auch in NRW einer bei einem Zusammenschluss Erzieherin sein muss? Wenn ich mich nochmal auf eine Schulbank setze, geh ich an die Uni und studiere endlich das, was ich schon immer wollte.........

_________________
Hilf mir, es selbst zu tun. Maria Montessori


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