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BeitragVerfasst: So 22. Sep 2013, 10:53 
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Aufruf zum Protest gegen die Negativdarstellung der Kindertagespflege in den Medien

Diese Email haben sogut wie alle meine Emailkontakte von mir erhalten und und auf unserer Homepage sind die Texte unten ebenfalls als pdf-Download zu lesen.

Ich bitte euch auch hier, diesen Text fleißig zu kopieren (eventuell selbst zu ergänzen) und zu verschicken und euch am Protest durch sachliche Beiträge und positive Erfahrungsberichte an die Medien zu beteiligen. Danke.

Aufruf zum Protest gegen die Negativdarstellung der Kindertagespflege in den Medien.

In den vergangenen Wochen und Monaten gab es im Zusammenhang mit dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz viele Berichte in den Medien. Die Kindertagespflege wurde darin oftmals nur als unqualifizierte Not- oder Übergangslösung oder Randzeitenbetreuung dargestellt oder gar nicht erwähnt, was nicht nur Eltern verunsichert, sondern teilweise zur massiven Rufschädigung des ganzen Berufsstandes der Tagespflegepersonen führt und damit sogar berufliche Existenzen bedrohen kann. Im Zuge des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz, des Krippenausbaus und der damit verbunden Berichterstattung in den Medien verändert sich vielerorts auch die öffentliche Wahrnehmung und die Nachfrage in der Kindertagespflege – und das vielerorts leider nicht immer positiv. Umso enttäuschender ist es daher für uns, wie wir Tagespflegepersonen immer wieder in den Medien oft dargestellt werden.

Ein Beispiel für diese Negativ-Berichterstattung ist am letzten Sonntag vom ZDF ausgestrahlte Reportage „Warteliste, Platz 14“ (Link zur Mediathek: http://reportage.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/956e72d9-1522-3cdf-ad9c-095bf16ee516/20202331?generateCanonicalUrl=true)
Im Anhang an diese Mail finden Sie eine treffende Zusammenfassung und Interpretation der Reprotage.

Diese Reportage hat nun eine Protestwelle unter den Tagespflegepersonen und vielen anderen Betroffenen ausgelöst.
Auf Facebook ist daraufhin eine Protestseite gegen solche Art der Berichterstattung entstanden: https://www.facebook.com/pages/Es-reicht-Kindertagespflege-ist-qualifiziert-und-vielseitig/304294076375410

Aber auch alle, die kein Facebook-Account haben, können unseren Protest unterstützen, indem sie sich an die regionalen und überregionalen Medien wenden, gegen die einseitige Berichterstattung protestieren und über ihre eigenen positiven Erfahrungen mit der Tagespflege berichten und z.B. diese Email an so viele Menschen wie möglich weiterleiten.

Um ein paar der durch solche Medienberichte gestreuten Fehlinformationen entgegenzutreten möchte ich hier ein paar Fakten betonen:
Bei der Planung des Betreuungsausbaus hat der Gesetzgeber in seinen ursprünglichen Berechnungen die Kindertagespflege als gleichwertige Alternative zur Krippe mit einem Anteil von 30 % einkalkuliert. Zugleich wurde im SGB VIII ein Wunsch und Wahlrecht verankert, dass den Eltern ausdrücklich die freie Wahl einräumt, welche Betreuungsform sie sich für ihre Kinder wünschen.

Die Zahlen 2013 haben mit den ursprünglichen Berechnungen nicht mehr viel zu tun. Nur ein geringer Anteil der Kinder wird tatsächlich in der Kindertagespflege betreut.

Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Oftmals ist es Unwissenheit, zu wenige oder falsche Informationen über die Kindertagespflege und auch immer wieder die Sorge über die Bezahlung und konstante Betreuung.Als Antwort darauf kann man eigentlich nur präzise darstellen, was wir als Tagespflegepersonen tatsächlich bieten:

- kleine Gruppen (von Einzelbetreuung bei einer Tagesmutter bis hin zu maximal 9 Kinder gleichzeitig in einer Großtagespflege)- konstante Bezugspersonen- persönliche Atmosphäre und familiäres Umfeld- sehr gute, auf die Arbeitszeiten den Eltern abgestimmte Betreuungszeiten- oftmals öffentliche Förderung und in vielen Gemeinden nicht mehr teurer als ein Krippenplatz- Vertretungslösungen, die die Eltern meist nichts kosten- die gleichen Fortbildungen wie Erzieherinnen- laut der NUBBEK Studie ist eine kleine Gruppe mit einem guten Personalschlüssel pädagogisch deutlich tragbarer, die Tagesmütter erhalten sehr gute Noten- enge Bindungen zwischen Kind und Betreuungspersonen....und ohne Bindung keine Bildung- und vieles mehr
Das wichtigste aber: UNSERE ELTERN wählen uns in der Regel nicht als Notnagel oder Übergangslösung (nur in wenigen Fällen), sondern explizit als die Betreuungsform, die sie sich für ihre Kinder wünschen: eine beständige, liebevolle, persönliche, kompetente und qualitativ hochwertige Betreuung in einer Kleingruppe.
Wer einen Betreuungsplatz nur als Notnagel oder zur kurzzeitigen Überbrückung sieht, denkt dabei wohl kaum an das Kindeswohl, denn ein schon im Vorhinein geplanter möglichst rascher Wechsel des Betreuungsplatzes ist immer zum Nachteil des Kindes im Hinblick auf die so wichtige Bindung und damit verbundene Entwicklung und Bildung des Kindes an feste Bezugspersonen. Daher sollte ein einmal angetretener Betreuungsplatz wirklich nur im Notfall kurzfristig gewechselt werden.
Die meisten Tagespflegepersonen setzen sich dafür ein, dass die Qualität der Betreuung weiterhin steigt, indem sie z.B. regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen und in ihre Tagespflegestelle investieren. Auch gegen einen weiteren Ausbau der Unterrichtseinheiten zur Qualifikation (derzeit 160 UE) wehren wir uns nicht.
Nicht alle Tagespflegepersonen sind – wie oft dargestellt - neu im Job. Im Gegenteil: Sehr viele sind bereits langjährig tätig und ca. 30 % der aktuellen Tagespflegepersonen haben zuvor eine pädagogische Ausbildung absolviert (ErzieherInnen, KinderpflegerInnen). Wir sind in der Regel keine Langzeitarbeitslosen oder „Schleckerfrauen“, die mit der Kinderbetreuung eben Geld verdienen wollen, sondern haben uns mit Herz und Verstand für den Beruf der Tagespflegeperson entschieden und arbeiten qualifiziert, professionell und zuverlässig.
Tagespflege ist inzwischen für sehr viele Tagespflegepersonen kein Hausfrauen-Nebenjob mehr, sondern viele haben sich professionalisiert, betreiben ihre Tagespflegestelle als Vollzeit- und Haupterwerb, haben dafür Investitionen gemacht. Manche haben sich sogar mit einer Kollegin zusammengeschlossen und extra Räume angemietet und sind tatsächlich vergleichbar mit Krippen oder Kitas. Diese Zusammenschlüsse (z.B. Großtagespflegestellen in Ulm: Mäusevilla, Wurzelwerkstatt, Pfiffige Eichhörnchen, Lindenknirpse, Wichtelvilla) bieten krippenähnliche Strukturen und persönliche Atmosphäre zugleich, verbinden die Vorteile einer Krippe mit den Vorteilen der Tagespflege.

Es wäre sehr begrüßenswert, wenn die Medien uns in Zukunft wie oben beschrieben darstellen würden, und nicht als "Notalternative", als Übergangslösung oder reine Randzeitenbetreuung. Wir bitten alle unsere LeserInnen, sich dafür einzusetzen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
PS: Ein kleines positives Beispiel der Berichterstattung aus der Region Ulm: Auf Seite 18 der aktuellen Ausgabe von Wiblingen Aktuell findet ihr einen schönen Artikel über uns. http://www.wiblingen-aktuell.de/aktuelle-ausgabe/ [i][i](Dieser Hinweis kann natürlich von euch durch einen anderen ersetzt werden, wenn ihr ein Beispiel aus euer Nähe habt)[/i][/i]

Mit freundlichen Grüßen, Bianca Gärtner vom Mäusevilla-Team

Anhang 1:
Interpretierte Zusammenfassung der Reportage

Alle, die die Reportage nicht gesehen haben und wissen möchten, was die Tagespflegepersonen in Deutschland und viele Eltern zur Zeit so in Aufruhr gebracht hat, finden hier die Zusammenfassung der Reportage, sehr treffend formuliert von den Betreibern der Facebook-Seite "Vereinbarkeit von Familie und Beruf / Kinderbetreuungsbörse Wigwam 1994":

Frau Rowley von Wigwam schreibt:

„Wenn manipulatives TV an Beleidigung grenzt!

>> Guten Morgen Fr. Rowley, haben sie gestern zufällig die Reportage im ZDF über den Kita-Notstand gesehen; wie dort die Tagesmutter dargestellt wurde, hat in mir das kalte Grausen ausgelöst

Das war heute Morgen eine von zahlreichen Emails, die mich von zutiefst empörten Betreuungsfamilien und Kinderstübchen-Leiterinnen erreicht haben. Ich habe diese Reportage selbstverständlich gesehen, und werde diese unglaublich beleidigende Darstellung des Berufsstandes nicht nur allerorts kommentieren, sondern gemeinsam mit den Wigwam-Pädagogen ein saftiges Feedback zu diesem Film verfassen und den Machern zukommen lassen. Hier ist ein wertvoller Berufsstand schändlich benutzt worden, um einen Notstand ganz anderer Art filmisch zu untermauern.

Wenn Sie liebe Leserinnen und Leser wissen wollten, was Sie in diesem Film über den Berufsstand erwartet, genügt es, meine wenigen Sätze hier unten zu lesen – beachten Sie dabei, dass Sie mitgenommen werden in eine Anlogie-Falle – eine Manipulationstechnik, in der sie quasi hautnah mitfühlen dürfen, welch grauenhafter Gang zu einer noch grauenhafteren Tagesmutter sie erwartet, wenn sie auch keinen Kitaplatz finden.

Schon der Weg einer bedrängten Betreuungsplatz suchenden Mutter, die kurz vor der Arbeitsaufnahme steht, zur neu gefundenen Tagesmutter wird filmisch vom Anblick „gelber Müllsäcke“ im Hintergrund eingerahmt, und vom Kommentator mit den Worten hinterlegt: „die besorgte Mutter hatte keine große Auswahl“. Wir erfahren sofort danach, die gezeigte Frau ist neu im „Tagesmutter-GESCHÄFT“! Begleitender Kommentar: „Auf diese Frau muss sich die Mutter jetzt bedingungslos verlassen“.

Dieses grauenhafte Szenario beginnt also mit Müll und endet nach einer endlosen Odyssee einer ständig besorgten Mutter glimpflich, denn sie hat gottlob doch noch einen „richtigen" Betreuungsplatz gefunden, und auch der Zuschauer ist erleichtert darüber, die arme Mutter von dieser „Übergangsfrau“ befreit zu sehen.

Die Tagesmutter im Film ist eine stark übergewichtige Person, von der Frau/Man(n) per se als Zuseher erahnen soll, wie sie sich wohl selbst ernährt. Dieser Ersteindruck wird untermauert mit Fütterungsszenen der Allerkleinsten, die der Kommentator passend untermalt. Während sie auf einem Wohnzimmersessel (einen ordentlichen Essplatz hat sie also nicht) dem Kleinkind Maultaschen in den Mund stopft, erfahren wir vom Sprecher, dass die Maultaschen aus der PACKUNG sind (kochen kann sie also auch nicht), und während die Kamera auf die wieder ausgespuckten Teile der Maultaschen drauf hält, fügt er im ironischen Tonfall an, dass dieses Kleinkind keine Zähne hat, was dem Zuseher suggeriert, dass hier eine völlig unfähige Frau am Werk ist, die keinen blassen Schimmer davon zu haben scheint, was kindgerechte Nahrung bedeutet.

Wir erfahren weiterhin, dass sie eigentlich Tupper-Abende veranstaltet, schon mal zur Verkäuferin umgeschult hat, und da das alles offensichtlich nicht zu laufen scheint, wurde sie "halt" Tagesmutter. Natürlich hat die Frau im Film auch keinerlei Nähe/Distanz-Empfinden, von Feingefühl ganz zu schweigen. So duzt sie die Mutter scheinbar beim ersten Treffen, grabscht und fingert schon nach wenigen Minuten ungefragt nach dem Kind; behält es dann scheinbar auch noch ohne weitere Eingewöhnung gleich bei sich. Diese grauenhafte Vorstellung wird verstärkt durch den sofortigen Wechsel der Szenerie hin zur überaus besorgten Mutter, die völlig allein gelassen auf einer verlassenen Parkbank kauert und um ihr Kind bangt.

Die Begehung der Wohnung dieser Tagesmutter gibt einem dann den Rest. Sie hat ein „halbes Wohn-Esszimmer“ in das sie in einer freie Ecke ein Bällebad gequetscht hat: Zudem plant sie doch das Kleinkind in ein randloses Bett zu verfrachten, aus dem es sofort herausfallen würde. Auf besorgte Nachfrage der Mutter, antwortet die Tupper-Frau, sie sei ja dabei – was beim Zuseher verständlicherweise eine Riesen-Skepsis hinterlässt. Bevor die Szene endet, erfahren wir dann noch schnell, dass die Tupper-Frau das Kind wohl nehmen wird (hat sie beim kurzen Rundgang bereits entschieden), weil: „es ist ja kein Schreikind“ – will sagen, sie hat schon lieber ihre Ruhe, statt zu betreuen.

Im persönlichen Interview mit der Tagesmutter erfahren wir dann, dass sie Geld verdienen MUSS, weil ihr Mann halt arbeitslos ist !! Klare Botschaft an den Zuseher: Tagesmütter kommen aus dem "Hartz 4" Milleu"; indem ja ohnehin keiner was schaffen will.

Der abgebenden Mutter geht es bei dieser Tagesmutter offensichtlich in jeder Hinsicht schlecht, denn in diesem Beitrag ist zudem plötzlich die Kita die zeitlich flexiblere Variante, trotz Öffnungszeiten, denn bei der Tupper-Frau muss sie dauernd um Verständnis betteln, wenn‘s mal später wird. Dieses Horrorszenarium wird durch ein Interview mit der Mutter vertieft, die während ihrer stressigen Fahrt zur Arbeit laut darüber nachdenkt, was denn mit ihrem Job sei, wenn diese Frau, die sie ohnehin nie wollte, auch noch langfristig erkrankt.

Völlig fertig von dieser Darstellung nimmt der Zuschauer dann kaum noch wahr, das am Ende der Reportage kurz O-Töne von Eltern eingefangen werden, die entnervt in einem Vorraum einer Kita stehen, um sich in eine Warteliste einzutragen und dabei konstatieren, dass ein plötzliches Freiwerden von Kitaplätzen offensichtlich durch erhöhte Betreuungsschlüssel und Hinzunahme ungelernter Quereinsteiger erreicht wurde – diese Form der Quantität wurde selbstverständlich nicht mehr bildlich dargestellt.

Liebes ZDF - Sie dürfen ganz sicher sein, diese massive Grenzüberschreitung ist bei uns und den qualifizierten Tagesmüttern und -vätern gar nicht gut angekommen, und darüber erfahren Sie in Kürze dann Näheres in der Redaktion!“

Anhang 2:

Liebe JournalistInnen
,

wer sich die Mühe macht, und ein wenig zur Kindertagespflege recherchiert, findet viele Informationen über die Kindertagespflege im Netz, vieles davon durchaus sachlich und kompetent dargestellt.
Die Seite "Frühe Chancen" vom BMFSJ beantwortet viele Fragen rund um unsere Arbeit.

Nach wenigen Klicks fand ich dort folgende Aussagen:

"Vor allem für ganz kleine Kinder ist die Kindertagespflege gut geeignet. Kinder unter drei Jahren fühlen sich in der kleinen Gruppe und familiären Atmosphäre oft besser aufgehoben als in einer Kindertagesstätte. Auch unter pädagogischen Aspekten ist diese Art der Betreuung sinnvoll, denn die Tagesmütter und -väter können die Jungen und Mädchen in ihrer Entwicklung individuell begleiten.......Die Kindertagespflege ist dem Familienleben viel ähnlicher. Die Tagesmutter oder der Tagesvater ist eine feste Bezugsperson für die Jungen und Mädchen. Deshalb haben sie zu den Eltern und Kindern meist eine sehr persönliche Beziehungund der Austausch über die Entwicklung des Kindes ist intensiver......Jede Tagesmutter und jeder Tagesvater benötigt vom zuständigen Jugendamt eine Erlaubnis zur Kindertagespflege. Das Jugendamt prüft Sachkompetenz und Persönlichkeit. Ein weiteres Kriterium ist, ob der Haushalt für die Betreuung von Kindern geeignet ist – beispielsweise ausreichend Platz zum Spielen vorhanden ist, es Schlafgelegenheiten gibt und die Einrichtung ansprechend und sauber ist. In der Regel müssen Tagespflegepersonen eine Grundqualifizierung sowie einen Kurs „Erste Hilfe am Kleinkind“ absolvieren. Die Anforderungen an die Qualifizierung sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. Als bundesweit anerkannter Mindeststandard hat sich die Qualifizierung nach dem Curriculum des Deutschen Jugendinstituts (DJI) durchgesetzt."


Diese Sätze schildern sehr gut den Kern unserer Arbeit. Natürlich kann man noch immer vieles verbessern, aber das gilt für den gesamten Bereich der Kinderbetreuung in Deutschland. Wer sich die Mühe macht, und sich auf die Suche nach einer kompetenten Tagespflegeperson macht, wird feststellen, viele von uns sind mit sehr viel Engagement und Liebe dabei. Der Wille qualitativ gut zu arbeiten, ist mehr denn je da. Wir wünschen uns seit Jahren eine höhere Wertschätzung und Anerkennung unserer Arbeit. Leichtfertig gehen die Medien mit unserem Ruf um, ohne darüber nachzudenken, dass dadurch Existenzen ruiniert werden können. Denn wer geht schon noch gerne zu uns, wenn die breite Masse einseitig negativ beeinflusst wird. Unsere Eltern entscheiden sich zu einem Großteil für unsere Betreuungsform, weil sie sich für ihre Kinder eine kleine überschaubare Gruppe wünschen, in der eine beständige Bezugsperson gewährleistet ist.

Es wäre sehr wünschenswert, wenn die Berichterstattung sich mit allen Betreuungsformen intensiv beschäftigt und so darüber berichtet, dass es allen Eltern wirklich möglich ist, sich eine Meinung zu bilden. Ist das wirklich so schwer? Im Zusammenhang mit einer Anschwung Initiative arbeite ich gerade an einer Vortragsreihe für Hamburger Elternschulen. Ziel ist es, alle Betreuungsformen mit all ihren Facetten objektiv vorzustellen. Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit jede Betreuungsform gleich gut darzustellen......Nichts anderes erwarten wir auch von den Medien in Deutschland. Wenn aber selbst ein seriöser Sender wie das ZDF dies nicht mehr schafft, bekomme ich allmählich Zweifel über die wirklichen Kompetenzen deutscher Journalisten!

Eine gute Berichterstattung sollte alle Facetten der Kinderbetreuung aufzeigen! Und zwar so neutral, wie möglich, um den Eltern wirklich eine Wahl zu ermöglichen! Wir wünschen uns eine wertfreie Berichterstattung, die sämtliche Betreuungsformen in Deutschland aufzeigt. Eltern sollten die Möglichkeit haben, sich ein eigenes Bild zu machen, ohne vorher von den Medien einseitig beeinflusst zu werden. Jede Betreuungsform hat ihre Daseinsberechtigung und wir alle wollen eines: Passgenaue und gute Betreuung für die Wichtigsten in unserer Gesellschaft, unsere Kinder. Nicht mehr und nicht weniger!

Quelle: https://www.facebook.com/notes/es-reicht-kindertagespflege-ist-qualifiziert-und-vielseitig/kindertagespflege-in-deutschland/304350156369802

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BeitragVerfasst: Di 29. Okt 2013, 13:10 
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Hi Bianca, super geschrieben und trífft es auf dem Punkt.
Ich hoffe du hast nichts gegen weiterreichen dieses Berichts? Können wir es benutzen?

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BeitragVerfasst: Di 29. Okt 2013, 13:22 
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BeitragVerfasst: Mi 30. Okt 2013, 10:03 
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dara2011 hat geschrieben:
Trotz Facebook-Account komme leider nicht auf die Facebook-Seite - schade.


Komisch. Wenn es über den link nicht geht, dann kannst du uns über die fb-Suchfunktion bestimmt finden. Suche nach "Mäusevilla Ulm - Großtagespflege" oder nach "Tamu Bianca Gärtner"

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BeitragVerfasst: Sa 2. Nov 2013, 16:41 
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" Ein Beispiel für diese Negativ-Berichterstattung ist am letzten Sonntag vom ZDF ausgestrahlte Reportage „Warteliste, Platz 14“ (Link zur Mediathek: http://reportage.zdf.de/ZDF/zdfportal/p ... alUrl=true)
Im Anhang an diese Mail finden Sie eine treffende Zusammenfassung und Interpretation der Reprotage."

Hammer kannte ich nicht.... :cry:

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BeitragVerfasst: Sa 2. Nov 2013, 16:50 
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.... kurz weiterführen, noch nicht alles gelesen, muss aber jetzt weg.

- Es wäre schön, wenn die Städte/Kommunen uns als gleichwertig führen/fördern werden. Doch wir müssen dafür Sorge tragen, d. h. in unserem Gebiet aktiv werden, Aufklärungsarbeit leisten und uns nicht darauf verlassen das andere das für uns machen. Doch ich bekomme immer wieder mit: Angst, Misstrauen gegenüber dem Fachbereich, gegenüber Kolleginnen/Kollegen, keinerlei Motiviation und viel Jammern. - Bin jetzt mal ganz ehrlich - :oops:

Auch Druck von dem Ämtern, Initiative die im Keim erdrückt wird oder sogar massive Drohungen.

Doch wie kann es sein, dass wir so verunsichert sind?

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BeitragVerfasst: Do 7. Nov 2013, 13:47 
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Mir fehlen eigentlich die Worte zu diesem Bericht :(

Ich finde diesen Bericht grauenvoll. Einfach schlechter Journalismus. Wer auch immer diese einseitige Berichterstattung zu verantworten hat sollte sich was schämen. Ich bin es leid dass ständig suggeriert wird die Krippe ist der einzig und wahre Ort für Kinder. Wo soll unsere Gesellschaft nur landen, wenn wir endlich Kinderfrei sind, weil mit spätestens 9 Monaten alle Kinder in die Krippe eingewiesen worden sind. Was sind das für Eltern die lieber Ihre ganze Energie für die Suche nach einem Krippenplatz opfern als einfach mal die Zei die man hat mit seinem Kind zu verbringen. Als Krönung ist dann auch noch Kind Nr. 2 unterwegs, mit diesem aber durchaus die Eltern bereit sind, zumindest mit dem Säugling am Ende ins Cafe zu gehen, da das andere Kind jetzt endlich in der Krippe spielen kann. Mir tun in diesem Bericht einfach nur diese armen Kinder leid, vorallem die kleine Nele die von der Tagesmutter, die nach 9 Monaten ganz sicher eine feste Bezugsperson geworden ist, wieder herausgerissen und dann am liebsten gleich wieder "natürlich auch ohne Eingewöhnung" in die Krippe bleiben sollte. :wallb:

Ich würde mir einfach auch mehr Verantwortungsgefühl von den Eltern wünschen, schließlich geht es ja auch um Ihre Kinder.

LG
Stockschterauenland


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BeitragVerfasst: Do 7. Nov 2013, 14:47 
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Welchen Bericht meinst du denn? Den Fernsehbericht?

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Liebe Grüße von Gela
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BeitragVerfasst: Do 7. Nov 2013, 19:23 
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ja genau den Bericht im ZDF.


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BeitragVerfasst: Do 7. Nov 2013, 19:32 
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Ich hoffe das nach baldigen Krippenwahn endlich wieder Vernunft in die Köpfe der Eltern dringt, und es Ihnen nicht egal ist unter welchen Umständen viele Kleinen in den Krippen klar kommen müssen. Hier bei uns im Ort müssen seit neuesten 20 Kleinkinder mit 4 Erziehern und ca 3 Assistenten klarkommen. Ich frage mich wie stellen sich Eltern denn den Alltag vor? Inwieweit kann diese Überforderung der Allerkleinsten gut für unserere Gesellschaft sein? Haben wir denn nicht schon genug gestörte Kinder. Wir haben einen Erheblichen Bedarf an Gesunden Leistungsfähigen jungen Menschen um unsere erheblichen Probleme in diesem Land zu lösen. Hier ziehen wir eine komplett gestörte Generation heran. Ich mache mir nicht nur ernsthafte Sorgen um meine eigene Existenz als Tagesmutter, sondern auch um die seelischer Gesundheit einer ganzen Generation. Hat jemand ein gutes Mittel in seinem Ort gegen Krippenwahn gefunden.

LG
Stockschterauenland


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BeitragVerfasst: Mo 29. Sep 2014, 05:51 
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Hallo. Ich weiß gar nicht, ob meine Antwort ankommen wird. Mein Laptop kann die Laufstall-Forum-Seite überhaupt nicht mehr darstellen. Geht das nur mir so?


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BeitragVerfasst: Di 13. Jun 2017, 12:25 
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Ist aus der Aktion eigentlich was geworden?

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Wenn einem das Wasser bis zum Halse steht, sollte man nicht auch noch den Kopf hängen lassen.


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