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 Betreff des Beitrags: Babyzeichen kennenlernen
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2012, 10:19 
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Hallo,
seit langen interessiere ich mich sehr für Babyzeichen und habe ja auch eine nicht kommerzielle Webseite dazu erstellt:http://www.sprechende-haende.de Ich möchte mein Wissen weitergeben.

Deshalb stelle ich wieder einen kostenlosen OnlineKurs auf die Beine.
Jede Woche ein paar Babygebärden, dazu Lieder oder Spielideen und Infos.

Wer möchte dabei sein? Ich würde mich sehr freuen.
Dann schickt mir bitte eine PN mit Eurer Email. Ich nehme Euch dann in den Verteiler auf.

Liebe Grüße
Birgit


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 Betreff des Beitrags: Re: Babyzeichen kennenlernen
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2012, 15:34 
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Also da würde ich ja gerne mal eine Diskussion anregen. Pro und Contra.
Ich bin total Contra :mrgreen:
1. Ich möchte von mir behaupten, die Kids, welche ich über eine gewisse Zeit betreue, verstehe ich auch ohne Worte.
2. Die Kinder müssen jetzt, in der Phase des Sprechenlernens, auch noch diese Gebärden lernen. Als hätten sie nicht schon genug zu tun.
3. In der Kommunikation mit Kindern beziehen wir doch schon automatisch Mimik und Gebärden mit ein. Wenn ich eine Banane in der Hand halte und ein Kleinkind anschaue, weiß das, was ich will. Da muß ich nicht Schälen mit den Händen imitieren.

Das ist für mich wieder einmal mehr Irritation von den jungen Eltern, ja alles zu tum für ihr Kind.
Na nun legt mal los :wink:

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Liebe Grüße von Gela
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 Betreff des Beitrags: Re: Babyzeichen kennenlernen
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2012, 16:28 
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Registriert: So 28. Sep 2008, 19:20
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motschekiepchen hat geschrieben:
Also da würde ich ja gerne mal eine Diskussion anregen. Pro und Contra.
Ich bin total Contra :mrgreen:
1. Ich möchte von mir behaupten, die Kids, welche ich über eine gewisse Zeit betreue, verstehe ich auch ohne Worte.
2. Die Kinder müssen jetzt, in der Phase des Sprechenlernens, auch noch diese Gebärden lernen. Als hätten sie nicht schon genug zu tun.
3. In der Kommunikation mit Kindern beziehen wir doch schon automatisch Mimik und Gebärden mit ein. Wenn ich eine Banane in der Hand halte und ein Kleinkind anschaue, weiß das, was ich will. Da muß ich nicht Schälen mit den Händen imitieren.

Das ist für mich wieder einmal mehr Irritation von den jungen Eltern, ja alles zu tum für ihr Kind.
Na nun legt mal los :wink:


Hallo,
gerne teile ich meine Por-Meinung mit ;-)

zu 1) Na klar, verstehen wir unsere Kinder auch aufgrund ihrer Mimik und Gestik, wir sehen, dass sie traurig sind oder erkenne an bestimmten dem Kind eigenen Verhalten, dass es z.B. Hunger hat oder müde ist.
Mit Babygebärden hat das Kind die Möglichkeit sich weit aus differenzierter mitzuteilen. Es kann mit Gebärden konkret Dinge benenne, die es interessant findet oder soeben in einem Bilderbuch entdeckt hat.
Ich möchte ein Beispiel nennen: Ben - mein Sohn - war ungefähr 14 Monate alt, als er in der Stadt in ein Geschäft hineinging. Er fasste sich dann an seinen Kopf. (Das ist unser Zeichen für HUT). Ich ging näher und sah, dass er einen Frosch mit Krone auf dem Kopf entdeckt hat. Ich fand und finde es toll, dass er in dem Alter die Verknüpfung herstellen konnte ziwischen Gebärden und Gegenstand. Er hatte so die Möglichkeit sich mitzuteilen. Als er älter war haben wir Bilderbücher mit Babygebärden angesehen und ich habe z.B. gefragt: Wo ist die ...... (und habe die Gebärde für Giraffe gezeigt). Ben hat das Zeichen "übersetzt", gesagt und gezeigt. Das hat unserer Bilderbuchbetrachtung noch einen zusätzlichen Spaß bereitet.
Und die klassischen Bewegungslieder z.B. "Alle Leut, alle Leut" haben wir mit den üblichen Zeichen begleitet.

zu 2) Es iost nachgewiesen, dass Fingerspiele die Sprachentwicklung fördern. Babygebärden sind eine Form von Fingerspielen, weil wir diese zum einen in Liedern und klassischen Fingerspielen benutzen aber zum anderen auch im Alltag einsetzten, wenn wir mit dem Kind sprechen. Sehr interessant ist in diesem Zusammnhang dieser wissenschaftl. Artikel: http://sprechende-haende.de/cms/upload/pdf/Die_Rolle_form-_und_bewegungsabbildender_Gesten.pdf
Kinder saugen alles wie ein Schwamm auf - deshalb sind sie auch in der Lage zwei oder mehr Sprachen gleichzeitig zu lernen. Deshalb sind sie mit zusätzlichen Gebärden nicht überfordert. Gebärden unterstützen sie in ihrem Verlangen sich mitteilen zu können.

zu 3) Genau, wir ziehen Mimik und Gestik beim Sprechen mit ein. Wenn du jedoch bewußt Gebärden einsetzt, wirst du in viel mehr Situationen Zeichen / Gebärden / Mimik benutzen. Das Kind sieht dann in viel mehr Situationen - wie schon geschrieben: Beim Singen, Bilderbuchbetrachten, beim Spazieren gehen, ggf. beim Baden, beim gemeinsmamen Backen usw. Und irgendwann, macht es plötlich eine Gebärde: z.B. für Banane. Du siehst dich um und entdeckst auf einer Getränkepackung diese gelbe Frucht. Mit "da da " hätte das Kidn auch sich mitteilen können - aber nicht so deutlcih.

Liebe Grüße
Birgit


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 Betreff des Beitrags: Re: Babyzeichen kennenlernen
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2012, 17:09 
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Bin auch absolut "Pro"

Wir hatten eine Fortbildung zu dem Thema und das Vorurteil,
Zitat:
2. Die Kinder müssen jetzt, in der Phase des Sprechenlernens, auch noch diese Gebärden lernen. Als hätten sie nicht schon genug zu tun.

ist längst widerlegt.
Kinder mehrsprachig zu erziehen ist positiv, egal ob die zweite Sprache Englisch, Französisch oder Babyzeichen sind. Außerdem verstehst Du eben nicht alles. Wie um alles in der Welt soll ein Kind Dir mitteilen was es möchte, wenn der Gegenstand nicht im Raum ist??
Alle, die Erfahrung mit Babyzeichensprache gemacht haben sind sehr positiv, ich finde das super.
Das einzige Problem sehe ich bei mir in der Tagespflege, dass es eben ein bisschen mehr Arbeit für mich ist und das ich oft ein Kind auf dem Arm habe, da gebärdet es sich so schwer, weil man doch meist zwei Hände braucht.
Mein Freund war so begeistert von der Fortbildung, dass es sofort das Buch und das Poster gekauft hat.
Auch in anderen Situationen, ist es super, wenn man ein bisschen gebärden kann, sei es in anderen Ländern (viele Zeichen sind international), mit Gehörlosen oder wenn man selbst mal nicht sprechen kann.
Außerdem aktiviert das ganze wieder neue Hirnregionen und ist eine schöne Übung für die Motorik.
Auch können Babys und Kleinkinder aus organischen Ursachen (Kehlkopf noch nicht an der richtigen Stelle, Mundmotorik) noch nicht sprechen, könnten es aber vom Intellekt her. Wenn man dann mit Babyzeichensprache kommuniziert ist das für die Kinder ein ganz positives und motivierendes Erlebnis ("Ahh ... die verstehen mich, die meinen es gut mit mir")
Last but not least, selbst wenn es nicht positiv ist, schadet es auf keinen Fall sich mehr und intensiver mit seinen Kindern zu beschäftigen und das tut man automatisch, wenn man die Babyzeichensprache macht.

Und, das Argument ist schon sehr seltsam, oder machst Du auch sonst keine anderen Angebote (Motorik, selber essen, Schuhe selber ausziehen, malen, basteln) weil die Kinder ja "schon genug" zu tun haben? Das ist keine Überforderung, sondern eine Unterstützung.

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Die Quix-Zwerge

eigene Kinder: Saskia *03.1999; Timo *08.2002 und Frederike .*02.2010
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 Betreff des Beitrags: Re: Babyzeichen kennenlernen
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2012, 17:28 
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Tut mir leid, aber das überzeugt mich nicht.
Sprachen erlernen ist eine "Leistung" welche das ganze Leben nutzvoll ist. Diese Babyzeichensprache wird doch nur über eine kurze Zeit hinweg benutzt. Zumindest braucht ein normal entwickeltes 1,5 jähriges Kind das nicht mehr.
Die Beispiele die ihr hier benannt habt, sind doch eher wenig relevant. Zumindest erscheint mir der Aufwand viel höher, als der Nutzen verstanden zu haben, dass das Kind den Hut/ die Banane meint.
Babyzeichensprache ist meiner Meinung nach eine gute Sache bei gestörter Mutter-Kind-Bindung.
Es ist schlimm, das heute die jungen Mütter nicht mehr wissen, wie man sich mit dem Kind sinnvoll beschäftigt. Es braucht keinen kostenintensiven Kurs, um die Signale des eigenen Kindes verstehen zu können.
Okay, wenn eine Mutter Kontakt sucht für sich und ihr Kind und keine Krabbelgruppe findet, oder Babyschwimmen/turnen, dann soll sie das machen. Einen Sinn dahinter sehe ich absolut nicht. Außer der Kommerz.

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Liebe Grüße von Gela
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 Betreff des Beitrags: Re: Babyzeichen kennenlernen
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2012, 19:10 
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Ich schließe mich Gelas Kontras mal an. Für mich hat das ganze auch nur etwas mit Geldmacherei zu tun.

Tinchen hat geschrieben:
(...) Außerdem verstehst Du eben nicht alles. Wie um alles in der Welt soll ein Kind Dir mitteilen was es möchte, wenn der Gegenstand nicht im Raum ist??

Doch, man versteht ALLES. Mein eigenes Kind hat erst mit 26 Monaten :!: angefangen zu reden. Zuvor hat sie kein Wort gesagt - nichmal Mama. Ich hatte dennoch nie das Gefühl, dass wir ein Kommunikationsproblem haben. Im Gegenteil - ich konnte ihr "da", "daaahaa" und "daaa" unterscheiden und wusste fast immer, was sie wollte. Und wenn ich ihr doch mal die Gurke statt der Tomate auf den Teller gelegt habe, wurde auch das ganz schnell mit einem "dahaa" kommentiert und korrigiert :wink:
Auch das Hutbeispiel von bibutz wird mir da nicht wirklich klar. Wäre meine Maus da gewesen, hätte ich ein lautes "Daaaa" zu hören bekommen und hätte nur noch schauen müssen, wohin der Zeigefinger gestreckt ist ...
Vielleicht ist es tatsächlich so, dass ich ohne Gebärdensprache ab und an daneben getippt hab, was mein Kind will, aber ich hab sie ja dennoch immer verstanden - was die "Da's" nicht regeln konnte, hat mein "Mutterinstinkt" dann einfach geregelt :wink: Und DAS ist meines Etrachtens auch der Grund, warum solche Kurse immer beliebter werden: Eltern vertrauen einfach nicht mehr auf ihr Bauchgefühl. Ständig wollen sie alles nicht nur richtig, sondern auch perfekt machen. Und auf sein Bauchgefühl zu hören, heißt eben auch mal nicht zu wissen, dass das Kind vielleicht gerade gerne den Ball aus dem Nachbarzimmer haben möchte. ABER: Bekommen wir denn immer all das, was wir gerne hätten? Und was ist, wenn wir irgendwas nicht bekommen können - wir können doch trotz allem ganz gut damit leben und ich bin mir sicher, auch die Kinder können es :wink:


bibutz hat geschrieben:
Als er älter war haben wir Bilderbücher mit Babygebärden angesehen und ich habe z.B. gefragt: Wo ist die ...... (und habe die Gebärde für Giraffe gezeigt). Ben hat das Zeichen "übersetzt", gesagt und gezeigt. Das hat unserer Bilderbuchbetrachtung noch einen zusätzlichen Spaß bereitet.

Ich glaube gerne, dass es deinem Kind Spaß gemacht hat, aber den Sinn der Gebärde kann ich in genau solch einer Situation einfach nicht sehen. Was ist so schlimm daran zu fragen "Wo ist die Giraffe?" Da kann das Kind doch genauso zeigen?! Zusätzlichen Spaß mit Büchern finde ich noch besser, wenn man dann vielleicht die Giraffe im Zoo besucht. Oder vielleicht die Katze mal irgendwo streicheln kann, die im Buch war. Oder den Apfel aus dem Buch mal kostet statt ihn nur auf dem Bild zu betrachten.

Ich muss gleich nochmal ergänzen, weil ich noch ein ganz "tolles" Bsp. auf der Webseite entdeckt habe (die übrigens ganz toll und übersichtlich aufgebaut ist :wink: ). An einer Stelle geht es darum, wann man damit beginnen kann. Es steht da ein Bsp. von einem Kind, dassfür die Wörter "Bad" und "Ball" noch das gleiche Wort benutzt, nämlich "ba", weil es mehr noch nicht kann. Und genau solche Momente meine ich mit meinem Argument des "Bauchgefühls" oder "Mutterinstinkts" - es handelt sich doch hier um zwei völlig konträre Begriffe - welche Mama, welche Papa versteht denn dann nicht, was das Kind will? Es wird doch wohl nicht im Sandkasten sitzen und gerade ins Bad wollen?! :blink2:

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Liebe Grüße
Sonnenkäfermama

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Meine Sonnenkäfer: 08/12-m, 10/12 - m, 11/12 - w, 12/12 - m, 02/13 - m


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 Betreff des Beitrags: Re: Babyzeichen kennenlernen
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2012, 20:00 
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motschekiepchen hat geschrieben:
Tut mir leid, aber das überzeugt mich nicht.
Sprachen erlernen ist eine "Leistung" welche das ganze Leben nutzvoll ist. Diese Babyzeichensprache wird doch nur über eine kurze Zeit hinweg benutzt. Zumindest braucht ein normal entwickeltes 1,5 jähriges Kind das nicht mehr.
Die Beispiele die ihr hier benannt habt, sind doch eher wenig relevant. Zumindest erscheint mir der Aufwand viel höher, als der Nutzen verstanden zu haben, dass das Kind den Hut/ die Banane meint.
Babyzeichensprache ist meiner Meinung nach eine gute Sache bei gestörter Mutter-Kind-Bindung.
Es ist schlimm, das heute die jungen Mütter nicht mehr wissen, wie man sich mit dem Kind sinnvoll beschäftigt. Es braucht keinen kostenintensiven Kurs, um die Signale des eigenen Kindes verstehen zu können.
Okay, wenn eine Mutter Kontakt sucht für sich und ihr Kind und keine Krabbelgruppe findet, oder Babyschwimmen/turnen, dann soll sie das machen. Einen Sinn dahinter sehe ich absolut nicht. Außer der Kommerz.


Sprachentwicklung ist mit 1,5 Jahren noch lange nicht abgeschlossen, das dauert doch noch eine ganze Weile. Gebärden können später hilfreich sein, um Hör-Miß-Verständnisse klarzustellen. Er vor ein paar Tagen hat mein Sohn (4,5 Jahre) immer Spar-Chip anstelle von Spaß-Chip verstanden. Aus unserer aktiven Babygebärdenzeit kannte er noch die Gebärde für SPASS. So konnte ich mit Hilfe der Gebärde deutlich machen, dass es sich um SPASS-Chips handelt. Es werden künftig immer mehr Kinder, die aus verschiedenden Gründen (Down Syndrom , taube Kinder) Gebärden benutzen, Regelkindergärten besuchen (siehe UN-Menschenrechtskonvention). Da werden die "Regel"Kinder sehr viele Zeichen aufschnappen und benutzen. Es ist kein Aufwand zusätzlich zum Sprechen auch die Hände zu benutzen und es muß nicht kosten. Du mußt keinen Kurs besuchen, denn wer Interesse an einer Sache hat, kann sich im Internet belesen.

Die "jungen Mütter von heute" sind heute vielleicht aufgeschlossener neuen Ideen gegenüber, als die "ewig gestrigen Omas" .
Ich bin übringens 44 Jahre alt mit "gesunder" Mutter-Kind-Beziehung.

Viele Grüße
Birgit


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 Betreff des Beitrags: Re: Babyzeichen kennenlernen
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2012, 20:14 
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@Sonnenkäfermama

Bei dem "Hutbeispiel" konnte ich von weitem sehen, was Ben denkt. Ich hätte auch schreiben können: Wir sitzen im Auto und Ben zeigt die Gebärde für "Motorrad" . Aus dem Augenwinkel heraus sehe ich diese Gebärde und auch das Motorrad. Mit einem "Daaaa" hätte er sich auch mitteilen können, aber dann hätte ich nicht gewußt, was er meint, denn wir sind ja schon vorübergefahren. So konnte ich sagen: "Ja, das schwarze Motorrad habe ich auch gesehen. Die sind immer so laut" (oder so).

Klar ist es schöner, wenn man die Möglichkeit hat, seinem Kind im Zoo, auf Bauernhöfen und im Wald die echten Tiere zu zeigen. Deshalb haben wir auch seit Jahren eine Dauerkarte für den Zoo :-)


Liebe Grüße
Birgit


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 Betreff des Beitrags: Re: Babyzeichen kennenlernen
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2012, 21:29 
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 Betreff des Beitrags: Re: Babyzeichen kennenlernen
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2012, 21:43 
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xaisha hat geschrieben:
... Könnte es diese Zeichen, würde ich damit rechnen, dass es keinen Grund fände, verbal zu kommunizieren.


Jedes Kind will sprechen, denn mit Lautsprache kann man wesentlich mehr und schneller mitteilen. Und die Beugsperson muß nicht im Zimmer sein oder hinsehen, denn Lautsprache ist laut. Das erkennen die Kleinen sehr schnell und lernen deshalb sprechen und benutzen die Worte, sobald sie es können.

Viele Grüße
Birgit


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 Betreff des Beitrags: Re: Babyzeichen kennenlernen
BeitragVerfasst: So 26. Feb 2012, 09:29 
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 Betreff des Beitrags: Re: Babyzeichen kennenlernen
BeitragVerfasst: So 26. Feb 2012, 13:26 
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xaisha hat geschrieben:
Meines Erachtens besteht sogar die Möglichkeit, dass babygebärdende Kinder eigentlich früher sprechen lernen könnten, es aber nicht müssen.

Soweit ich weiß ist das wissenschaftlich widerlegt.
Im Gegenteil, wenn ich die Erfahrung mache: Ich kann kommunizieren und ich muss eben nicht 10x auf den Tisch zeigen, bis Mama/ Tine / ... das richtige nimmt, dann spüre ich doch erst, wie wertvoll und praktisch es ist, wenn man einfach direkt "sagt" was man möchte. Babys, die mit Babyzeichensprache sprechen lernen, zeigen die Zeichen deutlich bevor sie sprechen KÖNNEN (nicht wollen!) Viele Zeichen können die Kleinen schon unter einem Jahr oder knapp darüber. Da ist die Mundmotorik noch nicht ausgeprägt genug, der Verstand aber schon!

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 Betreff des Beitrags: Re: Babyzeichen kennenlernen
BeitragVerfasst: So 26. Feb 2012, 13:59 
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Außerdem sagt man zur Gebärde auch immer das Wort, wie oft gibt man dem Kind was, ohne dazu zu sagen, was es ist.
Oder man sagt es im ganzen Satz "Du bekommst auch Banane" oder "Hier, hast Du den Apfel"; im Sprechen lernen sind die Kinder aber oft noch nicht soweit, dass sie die einzelnen Wörter voneinander getrennt hören, sie hören nur "DubekommstauchBanane" oder "HierhastDudenApfel" und wissen nicht so genau welches jetzt das Wort für das gelbe oder rote Ding ist. Wir hatten eine Schulung mit einer Logopädin, die uns solche Sachen ganz anschaulich erklärt hat. Die hatte mit Babyzeichensprache nichts zu tun. Als ich dann die Fortbildung Babyzeichensprache gemacht habe, waren mir die Vorteile sofort sehr klar, weil ich dieses Hintergrundwissen hatte

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 Betreff des Beitrags: Re: Babyzeichen kennenlernen
BeitragVerfasst: So 26. Feb 2012, 15:19 
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Ich stehe als "alte" TPP eigentlich mittendrin. Ich selbst habe Erfahrung durch meine 2 eigenen Kids, bin jetzt TPP und ständig im Kontakt mit Eltern, welche mitunter selbst sehr jung sind, oder eben schon etwas älter (um die 30). Außerdem habe ich einen Enkel, der von Geburt an tgl. bei mir ist. Bei den vielen Kontakten kenne ich keinen persönlich, der es für nötig erachtet hat, die Babyzeichensprache zu lernen.
Ich kenn die ganze Palette von Frühförderungen. Pekip, Babyschwimmen, mus. Früherziehung, Fremdsprachen lernen, Babymassage, u.s.w. Zum Teil nehme ich auch an Weiterbildungen teil, wenn sie nicht meiner Überzeugung entsprechen. Eben damit ich mitreden kann. Z.B. Erziehung ohne Grenzen. Auch war die Babyzeichensprache Teil einer WB und auch da wurde heftig diskutiert. Mit dem Ergebnis, das wir uns einig waren, dass es nicht schaden kann, wenn das Kind keine Entwicklungsauffälligkeiten zeigt. 80% waren der Meinung, dass es interessantere und wichtigere Förderung fürs Baby gibt, wenn es denn unbedingt gefördert werden muß. Es gab auch einige, die der Meinung waren, es könne unter bestimmten Umständen sogar negative Auswirkungen haben. Wie eben alle gutgemeinten Förderungen, die mitunter übers Ziel hinausschießen.
Ich bin auch sehr kritisch bei Fremdsprachen lernen unter 3. Nichts gegen 2 sprachiges Aufwachsen. Gut finde ich auch eine Tagespflegeperson, welche 8h anderssprachig betreut. Aber nicht 1x die Woche kommt jemand und spricht 45min englisch.
Aber das ist hier nicht Thema.
Für mich gab es hier immer noch kein plausibles Argument für die BZSpr.

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 Betreff des Beitrags: Re: Babyzeichen kennenlernen
BeitragVerfasst: So 26. Feb 2012, 18:31 
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Beiträge: 1503
motschekiepchen hat geschrieben:
Ich stehe als "alte" TPP eigentlich mittendrin. Ich selbst habe Erfahrung durch meine 2 eigenen Kids, bin jetzt TPP und ständig im Kontakt mit Eltern, welche mitunter selbst sehr jung sind, oder eben schon etwas älter (um die 30). Außerdem habe ich einen Enkel, der von Geburt an tgl. bei mir ist. Bei den vielen Kontakten kenne ich keinen persönlich, der es für nötig erachtet hat, die Babyzeichensprache zu lernen.



Was wer "für nötig erachtet" ist doch kein Maßstab. Bis in die 70er Jahre erachteten Ärzte es nicht für nötig, Neugeborene zu narkotisieren bei OPs, die fühlen ja eh nichts und schreien sowieso immer...
Das sind so "totschlag-Argumente"

motschekiepchen hat geschrieben:
Ich kenn die ganze Palette von Frühförderungen. Pekip, Babyschwimmen, mus. Früherziehung, Fremdsprachen lernen, Babymassage, u.s.w.


Und, gibt es eine generelle Meinung zu diesen Angeboten oder hast Du zu jedem einzelnen eine eigenen Meinung?
Ich z.B. finde Pekip, Babyschwimmen, mus. Früherziehung, Babymassage schön, solange man nicht alles macht. Jeder Mama mit Kind seines. Ich habe mit meiner Tochter Babymassage gemacht, fanden wir sehr entspannend und toll. Bei der Massage war sie fröhlich, danach hat sie getrunken und friedlich geschlafen. Ich mochte es sehr, Kontakt zu anderen Müttern zu knüpfen und mal einen Plausch zu halten.
Babyschwimmen habe ich mit allen Kinder gemacht. Alle drei lieben schwimmen gehen, auch mit den TaKis gehe ich öfter ins Schwimmbad, natürlich ohne Programm, einfach nur zum planschen.
Musikalische Früherziehung hatte meine Große, fand sie aber nicht so toll, also haben wir es wieder dran gegeben.
Fremdsprachen lernen im Sinne von "Ich mache mit drei Jahren einen Englischkurs" finde ich doof, Fremdsprachen sollten erst später unterrichtet werden, finde ich...

motschekiepchen hat geschrieben:
Ich bin auch sehr kritisch bei Fremdsprachen lernen unter 3. Nichts gegen 2 sprachiges Aufwachsen. Gut finde ich auch eine Tagespflegeperson, welche 8h anderssprachig betreut. Aber nicht 1x die Woche kommt jemand und spricht 45min englisch.
Aber das ist hier nicht Thema.

So sehe ich das auch. Die Babyzeichensprache sollte also am besten von TPP und Eltern angewendet werden, nicht einmal die Woche bei einem Kurs.
motschekiepchen hat geschrieben:
Für mich gab es hier immer noch kein plausibles Argument für die BZSpr.

Dann hast Du entweder nicht gelesen, nicht begriffen oder Du möchtest Dich nicht überzeugen lassen und Deine Meinung behalten - was auch ok ist :wink:

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