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BeitragVerfasst: Fr 29. Aug 2014, 21:18 
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:angle: Ach ja, stimmt ja... :wink:

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Die Quix-Zwerge

eigene Kinder: Saskia *03.1999; Timo *08.2002 und Frederike .*02.2010
Tageskinder: Z. (w) *09.2009; G. (m) *04.2011; H.(w) *05.2012; A. (m) *06.2012; M. (w) *08.2012; M. (w) *08.2012; H. (m) *09.2012; F.(m) *11.2012


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BeitragVerfasst: Sa 30. Aug 2014, 12:58 
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Registriert: Mo 25. Jun 2007, 13:13
Beiträge: 639
Hallo,

wir hatten eine Fortbildung mit einem Menschen vom Gesundheitsamt zum Thema Infektionsschutz und Hygiene.

Seine Info: Wir unterliegen gesetzlich nicht dem Infektionsschutzgesetz, da wir keine Einrichtungen sind.
Aber: Wir können in unserer "Hausordnung" o.ä. verbindlich festlegen, dass wir das Infektionsschutzgesetz bei uns anwenden und die Eltern die Infektionsschutzbelehrung nach § 34 unterschreiben müssen.


Muster vom Robert-Koch-Institut

Zitat:
GEMEINSAM VOR INFEKTIONEN SCHÜTZEN Belehrung für Eltern und sonstige Sorgeberechtigte durch Gemeinschaftseinrichtungen
gemäß § 34 Abs. 5 Satz 2 Infektionsschutzgesetz
In Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Ferienlagern befinden sich viele Menschen auf engem Raum. Daher können sich hier Infektionskrankheiten besonders leicht ausbreiten.
Aus diesem Grund enthält das Infektionsschutzgesetz eine Reihe von Regelungen, die dem Schutz aller Kinder und auch des Personals in Gemeinschaftseinrichtungen vor ansteckenden Krankheiten dienen. Über diese wollen wir Sie mit diesem Merkblatt informieren.
1. Gesetzliche Besuchsverbote
Das Infektionsschutzgesetz schreibt vor, dass ein Kind nicht in den Kindergarten, die Schule oder eine andere Gemeinschaftseinrichtung gehen darf, wenn es an bestimmten Infektionskrankheiten erkrankt ist oder ein entsprechender Krankheitsverdacht besteht. Diese Krankheiten sind in der Tabelle 1 auf der folgenden Seite aufgeführt.
Bei einigen Infektionen ist es möglich, dass Ihr Kind die Krankheitserreger nach durch- gemachter Erkrankung (oder seltener: ohne krank gewesen zu sein) ausscheidet. Auch in diesem Fall können sich Spielkameraden, Mitschüler/-innen oder das Personal anstecken. Nach dem Infektionsschutzgesetz ist deshalb vorgesehen, dass die „Ausscheider“ bestimmter Bakterien nur mit Zustimmung des Gesundheitsamtes und unter Beachtung der festgelegten Schutzmaßnahmen wieder in eine Gemeinschaftseinrichtung gehen dürfen (Tabelle 2 auf der folgenden Seite).
Bei manchen besonders schwerwiegenden Infektionskrankheiten muss Ihr Kind bereits dann zu Hause bleiben, wenn eine andere Person bei Ihnen im Haushalt erkrankt ist oder der Verdacht auf eine dieser Infektionskrankheiten besteht (Tabelle 3 auf der folgenden Seite).
Natürlich müssen Sie die genannten Erkrankungen nicht selbst erkennen können. Aber Sie sollten bei einer ernsthaften Erkrankung Ihres Kindes ärztlichen Rat in Anspruch nehmen (z.B. bei hohem Fieber, auffallender Müdigkeit, wiederholtem Erbrechen, Durchfällen und anderen ungewöhnlichen oder besorgniserregenden Symptomen). Ihr/-e Kinderarzt/-ärztin wird Ihnen darüber Auskunft geben, ob Ihr Kind eine Erkrankung hat, die einen Besuch einer Gemeinschaftseinrichtung nach dem Infektionsschutzgesetz verbietet.
Gegen einige der Krankheiten stehen Schutzimpfungen zur Verfügung. Ist Ihr Kind ausreichend geimpft, kann das Gesundheitsamt darauf verzichten, ein Besuchsverbot auszusprechen.
2. Mitteilungspflicht
Falls bei Ihrem Kind aus den zuvor genannten Gründen ein Besuchsverbot besteht, informieren Sie uns bitte unverzüglich darüber und über die vorliegende Krankheit. Dazu sind Sie gesetzlich verpflichtet und tragen dazu bei, dass wir zusammen mit dem Gesundheitsamt die notwendigen Maßnahmen gegen eine Weiterverbreitung ergreifen können.
Seite 1 von 2 Stand: 22.01.2014
Stempel der Einrichtung
3. Vorbeugung ansteckender Krankheiten
Gemeinschaftseinrichtungen sind nach dem Infektionsschutzgesetz verpflichtet, über allgemeine Möglichkeiten zur Vorbeugung ansteckender Krankheiten aufzuklären.
Wir empfehlen Ihnen daher unter anderem darauf zu achten, dass Ihr Kind allgemeine Hygieneregeln einhält. Dazu zählt vor allem das regelmäßige Händewaschen vor dem Essen, nach dem Toilettenbesuch oder nach Aktivitäten im Freien.
Ebenso wichtig ist ein vollständiger Impfschutz bei Ihrem Kind. Impfungen stehen teilweise auch für solche Krankheiten zur Verfügung, die durch Krankheitserreger in der Atemluft verursacht werden und somit durch allgemeine Hygiene nicht verhindert werden können (z.B. Masern, Mumps und Windpocken). Weitere Informationen zu Impfungen finden Sie unter: http://www.impfen-info.de.
Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihre/n Haus- oder Kinderarzt/- ärztin oder an Ihr Gesundheitsamt. Auch wir helfen Ihnen gerne weiter.
Tabelle1: Besuchsverbot von Gemeinschaftseinrichtungen und Mitteilungspflicht der Sorgeberechtigten bei Verdacht auf oder Erkrankung an folgenden Krankheiten
• ansteckende Borkenflechte (Impetigo contagiosa) •
• ansteckungsfähige Lungentuberkulose •
Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Kopflausbefall (wenn die korrekte Behandlung noch nicht begonnen wurde)
• bakterieller Ruhr (Shigellose)
• Cholera
• Darmentzündung (Enteritis), die durch EHEC
• Krätze (Skabies)
• Masern
verursacht wird •
• Diphtherie •
• durch Hepatitisviren A oder E verursachte •
Meningokokken-Infektionen Mumps
Pest
Gelbsucht/Leberentzündung (Hepatitis A oder E)
• Hirnhautentzündung durch Hib-Bakterien
• infektiöser, das heißt von Viren oder Bakterien •
verursachter, Durchfall und /oder Erbrechen (gilt
nur für Kinder unter 6 Jahren) • Keuchhusten (Pertussis)
• Scharlach oder andere Infektionen mit dem Bakterium Streptococcus pyogenes Typhus oder Paratyphus
• Windpocken (Varizellen)
• virusbedingtes hämorrhagisches Fieber (z.B. Ebola)
Tabelle 2: Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen nur mit Zustimmung des Gesundheitsamtes und Mitteilungspflicht der Sorgeberechtigten bei Ausscheidung folgender Krankheitserreger
Tabelle 3: Besuchsverbot und Mitteilungspflicht der Sorgeberechtigten bei Verdacht auf oder Erkrankung an folgenden Krankheiten bei einer anderen Person in der Wohngemeinschaft
• Cholera-Bakterien • Typhus- oder Paratyphus-Bakterien
• Diphtherie-Bakterien • Shigellenruhr-Bakterien
• EHEC-Bakterien
• ansteckungsfähige Lungentuberkulose •
• bakterielle Ruhr (Shigellose) •
• Cholera •
• Darmentzündung (Enteritis), die durch EHEC •
Hirnhautentzündung durch Hib-Bakterien Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Masern
Meningokokken-Infektionen
verursacht wird
• Diphtherie
• durch Hepatitisviren A oder E verursachte Gelbsucht/Leberentzündung (Hepatitis A oder E)
• Mumps
• Pest
• Typhus oder Paratyphus
• virusbedingtes hämorrhagisches Fieber (z.B. Ebola)
Seite 2 von 2 Stand: 22.01.2014


Quelle zum Downloaden: http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/IfS ... cationFile


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BeitragVerfasst: So 31. Aug 2014, 09:20 
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Registriert: Mi 18. Apr 2012, 14:34
Beiträge: 23
Hmm, das ist alles richtig wie ihr sagt, wir hatten jedoch ein Kind, das ca 1,5 Wochen lang 2-3 mal täglich ( in 6 Std Betreuungszeit) Durchfall hatte. Der Durchfall war manchmal breiig aber auch manchmal so flüssig, dass ich das Kind komplett umziehen musste.Das Kind hat in den 1,5Wochen hier wie auch zu Hause fast gar nicht essen wollen. Ich habe die Eltern gebeten, mit dem Kind zum Kinderarzt zu gehen und erklärt, dass ich das Kind so nicht betreuen werde. Ich habe auf das von ihnen unterschriebene Infektionsschutzgesetz verwiesen, welches im Vertrag festegelegt ist. Habe ihnen auch erklärt, dass wir die anderen Kinder und uns vor Ansteckung schützen müssen.
Ende vom Lied : Kinderarzt bescheinigte uns im Attest, dass dieses Kind frei von ansteckenden Krankheiten sei und erklärte den Eltern, dass sie unbesorgt seien sollen, der Durchfall käme von einem durchbrechenden Zähnchen :o
Unser JA sagte mir, dass wir uns dem Urteil des Arztes beugen müssten, da er der" Fachmann" sei und sehr wohl über das Infektionsschutzgesetz Bescheid wüsse und keinem Kind ansteckungsfreiheit attestieren würde, wenn es nicht so wäre, weil er ja damit die Verantwortung auf sich nimmt.
Nach besagten 1,5 Wochen war der Durchfall weg, das Kind aß wieder normal und es hat sich keiner von uns oder den anderen Kindern angesteckt.
Ich weiss nicht genau, was ich von all dem halten soll und werde beim nächsten Durchfall wieder um ein Attest bitten. Wie seht ihr das? Müssen wir uns wirklich auf den Arzt verlassen ? in unserem Fall war es anscheinend nicht ansteckend und keine infektiöse Gastroenteritis oder haben wir nur glück gehabt? :?
Und wie handhaben das die Eltern von euren an Durchfall erkrankten Kinder? Laut Belehrung der Eltern oder anderen Sorgeberechtigten Tabelle 1 müssen die Sorgeberechtigten die infektiöse Gastroenteritis dem Gesundheitsamt melden und dürfen ihre Kinder nicht mehr in die Betreuung geben. Machen eure Kinderärzte immer einen Test einer Stuhlprobe oder wie wie das festgestellt?
Fragen über Fragen.....
LG, Heike


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BeitragVerfasst: Do 4. Sep 2014, 09:37 
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Registriert: Sa 7. Jul 2007, 19:32
Beiträge: 3574
Wohnort: Leipzig
Ich hatte mal ein Kind (habe ich in einem anderen Thread berichtet) dass wirklich ein Jaht lang Durchfall hatte. Das kleckerte sogar aus der Hose raus im Spielecafe. mehrmals täglich und dünnflüssig bis breig. Einmal habe ich es durchgesetzt, dass die Ellis zum Arzt gingen. Der hat irgendwelches Pulver verschrieben. Dann war es so 14 Tage gut und ging danach von vorn los. Die Eltern sagten, dass das schon immer so wäre. Ich glaubte es aber nicht. Rückblickend kann ich sagen, dass das stimmte, der Junge aß viel und auch viel Obst und Gemüse. Seine Verdauung war eben so. Als die Windel weg war, hatte sich das erledigt. Also nicht der dünne Stuhl, der blieb so.
Damals habe ich mich oft aufgeregt. Es dauerte ja eine Zeit, bis ich merkte, dass das sein normaler Stuhl war. Vorher dachte ich immer, er hätte einen Virus. Endlose Diskussionen mit den Eltern waren die Folge.
Ich bin nun eher relaxt, was dünnen Stuhl anbelangt. Ich hatte aber auch noch nie in den 9 Jahren einen Rota,-oder anderen Virus. 1x hatte ich übers WE Probleme. Das wars.
Ich bin aber auch, was Hygiene anbetrifft, eher entspannt. Missversteht mich bitte nicht. Ich stehe dem Ganzen übertrieben Sagrotanwahn sehr kritisch gegenüber.
Und meine Praxis beweist mir, dass ich richtig liege. ich möchte nur dieser "Durchfallhysterie" etwas Raum nehmen. Unsere Takis sind auch in dem Alter, wo sie täglich neue Nahrungsmittels ausprobieren wollen. Da muss sich der Darm auch erstmal umstellen.

_________________
Liebe Grüße von Gela
Eigene Kinder 21 + 23, Enkel m 07/11. Bild

4 Vollzeitkinder unter 3


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BeitragVerfasst: So 14. Sep 2014, 10:59 
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Registriert: Fr 12. Sep 2014, 21:44
Beiträge: 38
bisher war meine Erfahrung, dass es immer ansteckend war..


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