Aktuelle Zeit: Fr 22. Jun 2018, 20:01

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: Do 24. Nov 2016, 09:28 
Offline

Registriert: Mo 1. Dez 2008, 20:47
Beiträge: 241
Hallo an alle….
Könntet ihr mir bitte folgende Fragen beantworten:
Ich hatte schon oft alleinerziehende Mütter, aber noch keinen so querschießenden Vater dabei….
1. Wenn alleinerziehende Mutter einen Platz will, der Vater den Vertrag mit unterzeichnet, sucht ihr dann den Kontakt zum Vater oder wartet ihr bis der sich meldet???? Bisher kamen die dann irgendwann mal mit und es lief alles reibungslos und unproblematisch…..
2. Wie erfolgt bei Euch die Dokumentation? Kommen Gespräche mit den Eltern in die Akten? Ab wann wird dokumentiert?
3. Was genau kommt in die Akte? Was ist bei Akteneinsicht des anderen Elternteils wegen Schweigepflicht?
Folgender Hintergrund bei mir:
Getrennte Eltern, allgemeiner Passus im Betreuungsvertrag dass alle Beteiligten gegenseitig von Schweigepflicht entbunden sind, sehr kurzfristige Vertragsgestaltung mit Mutter eines 10 Monate alten Jungen (Fr. Vorgespräch, montags Vertrag rausgeholt, mittwochs vor Gericht bei Gerichtsverhandlung wg Umgang von Vater unterschrieben und Unterlagen via Mutter weitergegeben, ab Montag darauf Eingewöhnung; Platz war unerwartet frei geworden; Mutter stand auf Warteliste).
Freitags nach Gerichtsverhandlung Anfrage Vater ob er vorbei kommen kann zur Erstinformation, Termin zehn Tage später…… so noch nie gehabt, also außergewöhnlich für mich…..
Im Gespräch kam Sorge des Vaters hoch, dass er keine Infos von der Mutter bekommt und deswegen über alles informiert werden will. Habe ihm gesagt, dass wegen dem gemeinsamen Sorgerecht eh alle Schriftstücke an beide gehen, also kein Thema. Selbstverständlich wird er auch informiert wenn es außergewöhnliches gibt. Auf Nachfrage (Vorwurf an die Mutter) bestätigte ich, dass ich auch informieren würde, wenn Verdacht auf Kindeswohlgefährdung bestünde…
Da das für mich außergewöhnlich war, vorsorglich Gesprächsnotiz gemacht und BEIDEN wie besprochen übermittelt, zumal ja auch die Freigabe per Vertragspassus war….
Dann die Eskalation: mir wird Schweigepflichtsverletzung vorgeworfen, der Passus im Vertrag sei rechtlich nicht haltbar. Schadensersatz und Klage ist angedroht.
Gesprächsnotizen und Aussagen seinerseits dürfte ich nicht in die Akte nehmen. Die Mutter darf dieses nicht lesen, zudem erfüllen sie nicht die Protokollvoraussetzungen, hätte auch das Vorgespräch protokollieren müssen etc …..
Außerdem würde ich nicht korrekt arbeiten, ich hätte den Kontakt zu ihm suchen müssen….
Ich halte es für die Betreuung von wichtigem Belang, wenn Kindeswohlgefährdung im Raum steht (die hier echt an den Haaren herbeigezogen ist und jeder Grundlage entbehrt. Das Kind ist immer wettergerecht gekleidet, total gut drauf, normales Bindungsverhalten, liebevoll versorgt, schäkert mit Mutter etc).
Äußerung Kindeswohlgefährdung gehört für mich in die Akte. Da jeder Elternteil gesetzlich Anspruch auf jederzeitige Akteneinsicht hat, liest der dann auch, woher es kommt. Ist bei Unfällen doch nicht anders wenn Polizeiakten angefordert werden und dann ersichtlich ist, welcher Zeuge es war….
Ich habe dann den Fachdienst eingeschaltet und versucht auch für die Zukunft zu denken, wenn der Vater so auf Krawall ist (der dem Kinderarzt vorwirft die VU’s nicht richtig durchgeführt zu haben; dem Fachdienst unterstellt nicht richtig beraten zu haben und Beschwerde eingereicht hat, seine Vaterschaft anzweifelt…).
Was passiert in Zukunft, wenn die Eltern verschiedener Meinung sind? Laut Fachdienst geht es dann nach dem, bei dem das Kind wohnt (Mutter) – auch wenn der Vertrag im Sommer von 3 auf 5 Tage hochgestockt werden soll…. Der Vater sagt, das geht nicht, Vertrag gemeinsam unterschrieben, er stimmt nicht zu, Aussage des Amtes beschneidet seine Vaterrechte….
Wie agiere ich da künftig mit? Welche Informationen sind ihm von mir mitzuteilen, welche von der Mutter? Ich sehe es so, dass ich ihn bei wichtigen Belangen informiere, aber nicht, wenn das Kind mal wieder zahnt oder eine Erkältung hat. Bei normaler Krankheit würde ich auch nicht informieren, dass das Kind nicht gekommen ist….
Was meint ihr zu der Geschichte? Aber was mache ich jetzt mit der Akte?
mehrere Akten führen, eine für Mutter, eine für Vater, eine für Amt? Total realitätsfern…..
Aktenprotokolle und Schimpfmails des Vaters schwärzen – bestimmt nicht.
Mails des Vaters rausnehmen? Dann habe ich keine Absicherung mehr, weil er jedes Wort verdreht und hinterher ja wieder was anderes behauptet als vorher….
Wie wäre hier eine Dienstvorschrift? wer von euch hatte sowas schon mal?
Bin gespannt wie ihr es seht…. Herzlichen Dank für eure Antworten…..und sorry für soviel Text.....

_________________
tätig seit 1996


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de